Tag des Artenschutzes am 3. März

Der Tag soll an das Washingtoner Artenschutzabkommen aus dem Jahr 1973 erinnern.

Globus mit Schmetterling

Der Tag des Artenschutzes am 3. März soll weltweit an das Washingtoner Artenschutzabkommen erinnern.

(24.02.2021/ MF) Durch das am 3. März 1973 unterzeichnete Abkommen sollen bedrohte wildlebende Tiere und Pflanzen geschützt werden, die durch Handelsinteressen gefährdet sind. Das Übereinkommen regelt den Handel mit geschützten Arten, aber auch mit Produkten wie Elfenbein, Kaviar, Schildpatt oder präparierten Tieren.

Rote Listen als Mahnmal des Artensterbens

Doch nicht nur der Handel mit seltenen Arten gefährdet die Vielfalt. Die Zerstörung von Lebensräumen, die Zerschneidung der Landschaft durch Verkehrswege und der Eintrag von Giftstoffen in natürliche Kreisläufe läßt Tiere und Pflanzen verschwinden. Ein Abbild des Raubbaues an Arten sind die Roten Listen, die seit 1966 den Grad der Gefährdung in nüchterne Zahlen gießen.

Naturland Niederösterreich

In Niederösterreich ist etwa ein Drittel der Landesfläche naturschutzrechtlich geschützt. Das Land ist reich an Pflanzen und Tieren, die zum Teil nur hier vorkommen. "Grund für die Vielfalt sind das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Klimazonen, die enge Verzahnung von Kulturlandschaften und naturnahen Regionen sowie ein breites Spektrum an Lebensräumen. Von den Sanddünen des Weinviertels bis zu den alpinen Standorten im Mostviertel ist alles vertreten," weiß LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Kaiseradler am Horst

Die Rückkehr des Kaiseradlers ist eine der Erfolgsgeschichten des Artenschutzes in Niederösterreich.

Strenger Schutz für seltene Arten

Die rechtlichen Grundlagen für den Artenschutz in Niederösterreich sind das NÖ Naturschutzgesetz und die NÖ Artenschutzverordnung. Die Vorgaben für geschützte Arten sind streng. So dürfen etwa Pflanzen nicht ausgegraben oder von ihrem Standort entfernt werden. Es ist auch verboten, Tiere zu verfolgen, absichtlich zu beunruhigen oder zu fangen. Der Schutz bezieht sich übrigens auch auf Eier, Larven oder Nester. Die fachlichen Grundlagen für den Artenschutz sind im „Konzept zum Schutz von Lebensräumen und Arten in Niederösterreich“ festgehalten. Es bildet auch die Basis für die Arbeit in der NÖ Schutzgebietsbetreuung, die von der Energie- und Umweltagentur des Landes koordiniert wird.

Erfolgsgeschichte Kaiseradler

Der majestätische Greifvogel mit einer Flügelspannweite von rund zwei Metern galt in Österreich als ausgestorben. Grenzübergreifende Schutzmaßnahmen im „PannonEagle LIFE“-Projekt von BirdLife Österreich machen es möglich, dass sich die Brutbestände wieder langsam erholen. 2021 lebten von den in Österreich gezählten 65 Kaiseradlern 40 in Niederösterreich. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf ist stolz auf diese Erfolgsgeschichte: „Die Rückkehr des Kaiseradlers ist auf die langjährigen Bemühungen des Artenschutzes zurückzuführen. Es freut mich, dass sich diese imposanten Tiere weiter ausbreiten und in unserem Naturland Niederösterreich eine passende Heimat gefunden haben.”