Strategie zum Artenschutz gefordert

Der Umweltdachverband fordert anlässlich des internationalen Tages des Artenschutzes eine bundesweite Strategie zum Schutz der Arten und Ökosysteme.

Murmeltier

Der Umweltdachverband nahm den Tag des Artenschutzes zum Anlass, die Wichtigkeit des Biodiversitätsschutzes zu betonen.

Der Umweltdachverband betont erneut die Wichtigkeit des Biodiversitätsschutzes. Der Naturverlust und das Artensterben sind mindestens so bedrohlich für die Menschheit wie der steigende CO2-Ausstoß und der Klimawandel.

Naturverlust und das Artensterben stoppen

Für den Umweltdachverband ist es höchste Zeit, entschieden entgegenzuwirken. Klima- und Biodiversitätskrise gleichrangig, gleichzeitig und gemeinsam anzugehen, ist die zentrale Herausforderung der Umweltpolitik. Um den Naturverlust und das Artensterben zu stoppen und österreichweit die einheitliche Erfüllung der EU-Naturschutzrichtlinien zu gewährleisten, müssen Bundesländer und der Bund an einem Strang ziehen. Der Umweltdachverband fordert daher ein bundesweit geltendes Rahmen-Naturschutzgesetz als wesentliche Grundlage für den Schutz der Ökosysteme und Arten.

Oft fehlt dem Naturschutz das Geld

Fälle wie zuletzt das skandalöse Übereinkommen, das bestimmte Wildtierarten im Nationalpark Hohe Tauern von Schutzmaßnahmen ausnimmt und damit IUCN-Richtlinien und die Nationalpark-Standards konterkariert, zeigen, wie dringend eine Bundeskompetenz im Naturschutz gebraucht wird. Außerdem leiden alle Naturschutz-Institutionen und Programme wie Schutzgebietsverwaltungen, Artenschutzprogramme oder Biotopkartierungen  unter immenser Unterfinanzierung. Die Bundesregierung hat im Regierungsprogramm einen eigenen Biodiversitätsfonds angekündigt. Der Umweltdachverband  fordert daher, die notwendigen Gelder so rasch wie möglich bereitzustellen.

Niederösterreich ist Naturland

Rund ein Drittel der Fläche von Niederösterreich ist als Schutzgebiet ausgewiesen. Mit dem Schutzgebietsnetzwerk steht in Niederösterreich ein Instrument zur Verfügung, das Finanzmittel effektiv zu den Flächen bringt, die besonders schutzbedürftig sind. Das Engagement für diese Flächen im Naturland Niederösterreich steigt Jahr für Jahr. Waren es 2018 noch 34 Pflegeeinsätze im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerkes, so fanden im vergangenen Jahr 49 Aktionen statt.

Freiwillige schützen Naturschätze

Über 600 Menschen nahmen an diesen Einsätzen teil und setzten sich ehrenamtlich für den Erhalt wertvoller Naturschätze ein. Sechs Europaschutzgebiete werden durch bestehende Organisationen wie das Biosphärenpark Wienerwald-Management, die Wildnisgebietsverwaltung Dürrenstein oder die beiden Nationalparks des Landes betreut. In weiteren 12 Gebieten konnten durch die Schutzgebietsbetreuung Aktivitäten gesetzt werden.