Tag der Streuobstwiese

Beim Aktionstag für Apfel, Birne, Mensch & Natur standen am 29. April im Naturpark Ötscher-Tormäuer die Fledermäuse im Mittelpunkt.

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In den Streuobstwiesen des Naturpark Ötscher-Tormäuer wurde die Artenvielfalt bei Fledermäusen erhoben.

Streuobstwiesen sind Hot-Spots der Biodiversität und wichtig für Natur- und Klimaschutz. Sie bieten Lebensraum für mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten und sind Hoffnungsträger in Zeiten von Insektensterben und Artenschwund.

Naturparadiese aus Menschenhand

Der Tag der Streuobstwiese rückt diese Naturparadiese aus Menschenhand ins Bewusstsein. Er wurde in Österreich 2021 von Umweltdachverband und ARGE Streuobst ins Leben gerufen und wird mittlerweile von zahlreichen Organisationen unterstützt. Die Pflege der Streuobstwiesen erfolgt in zeitintensiver Handarbeit. Deshalb sind seit den 1960er Jahren 30 Millionen Streuobstbäume in Österreich verschwunden. In den letzten Jahren ist wieder mehr Bewusstsein entstanden für den Beitrag dieser Lebensräume zur regionalen Lebensmittelversorgung und Lebensqualität.

Fledermaus-Vielfalt im Naturpark

Im Naturpark wurde in Kooperation mit der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung (KFFÖ) die Fledermausvielfalt in ausgewählten Obstgärten erhoben. Mit Bat-Detektoren können die Ultraschall-Rufe der Fledermäuse hör- und sichtbar gemacht werden. Die unterschiedlichen Arten haben charakteristische Rufe, die eine Unterscheidung möglich machen. Von den 25 in Niederösterreich vorkommenden Fledermausarten konnten im Naturpark 11 nachgewiesen werden. Die häufigste Art war dabei die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus). Weiters wurden die Mopsfledermaus, die kleine Hufeisennase, die Wasserfledermaus und der Abendsegler nachgewiesen.

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Von den 25 in Niederösterreich vorkommenden Fledermausarten konnten im Naturpark 11 nachgewiesen werden, darunter das Mausohr.

Fledermäuse in Obstgärten

Als offene Waldlandschaft mit Merkmalen von Wiesen und Wäldern bieten Streuobstwiesen verschiedenen Fledermausarten einen idealen Lebensraum. Einige nutzen die Obstgärten zur Jagd auf Insekten oder finden in den Bäumen Quartiere. Vor allem alte Obstbäume bieten den Fledermäusen genau jene Strukturen, die sie für Tagesverstecke brauchen und eignen sich für Spalten- und Baumhöhlenbewohner. Aufgrund der komplizierten Lebensweise sind alle Fledermausarten in Europa durch die Fauna-Flora-Habitat Richtlinie streng geschützt.