Steinkauz-Paten unterwegs

Die Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich organisierte in Großriedenthal einen Steinkauz-Rundgang für über 20 freiwillige Helfer.

Exkursion Steinkauz

Die Landschaft am Wagram bietet gute Nistmöglichkeiten und Jagdreviere für den Steinkauz.

Letztes Jahr haben etwa 40 bis 50 Steinkauz-Pärchen in Niederösterreich erfolgreich gebrütet. Dank der Mithilfe von 20 Freiwilligen, die sich an der Pflege der Nisthilfen für diese seltene Vogelart beteiligen, konnte der Bestand weiterhin gesichert werden. Als kleines Dankeschön hat die Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich eine Exkursion in die Jagdgründe des Steinkauzes organisiert.

Erfolgreiche Suche nach dem Steinkauz

Eine kleine Gruppe angeleitet vom lokalen Experten Wolfgang Pegler machte sich mit dem Fernglas auf die Pirsch, um den seltenen Eulen-Vogel bei der Jagd zu beobachten. Der Steinkauz benötigt Nistmöglichkeiten zum Beispiel in Stadeln und vor allem im Frühling kurz gehaltene Flächen zur Jagd nach Mäusen und anderen Kleinlebewesen. Insbesondere Weiden sind da ein willkommenes Jagdrevier.

Der Steinkauz braucht gut strukturierte Landschaften

In ausgewählten Landschaften Niederösterreichs findet der Steinkauz diese Kombination, wie im nördlichen Weinviertel und in den begrünten Weingärten des Wagrams. Der Verein Wagrampur engagiert sich schon mehrere Jahre für den Erhalt der Biodiversität in dieser Region. Im Mostviertel ermöglichen Streuobstwiesen und -weiden sowohl die Brut in alten Mostobstbäumen als auch die Jagd auf kurz gehaltenen Weiden.

Exkursion Steinkauz

Rund 20 freiwillige Helfer angeleitet vom lokalen Experten Wolfgang Pegler machten sich mit dem Fernglas auf die Pirsch nach dem Steinkauz.

Vier Exemplare wurden gesichtet

Einige Zeit musste die Gruppe mit Feldstechern Ausschau halten. Schlussendlich konnten vier Steinkäuze an zwei verschiedenen Standorten gesichtet werden. Wichtig ist jedoch, dass nur unter Anleitung und in gebührendem Abstand die Beobachtung der Steinkäuze vorgenommen worden ist. Die Vögel dürfen keinesfalls bei der Brut gestört werden, da sie sonst auch schon länger genutzte Brutreviere wieder verlassen.

Suche nach Freiwilligen

2019 hat die eNu die Suche nach Freiwilligen im vom Experten Frank Grinschgl begleiteten Projekt begonnen. Somit wurde die Pflege der Nisthilfen von mehreren Leuten bewerkstelligt. Auch 2020 steht wieder eine Säuberung der Nisthilfen an. Wenn Sie sich am Projekt beteiligen wollen, melden Sie sich bei der eNu unter steinkauz@enu.at.