Start ins neue Bienenjahr

Der Frühling klopft an und die ersten Blüten strecken sich der Sonne entgegen. Zeit für die Bienen, den Stock zu verlassen und mit dem Frühjahrsputz zu beginnen.

Bienenweide

Die Blüten der Weiden sind die erste Nahrungsquelle für Bienen.

Es beginnt wieder zu summen im Bienenstock. Die Königin legt seit Februar fleißig Eier und beginnt das Nest zu bauen. Mit bis zu 1500 Eiern am Tag wächst das Volk innerhalb kürzester Zeit an, damit bei der ersten Tracht Nektar und Pollen gesammelt werden können.

Die Bienen sind zurück aus dem Winter

Bei gutem Wetter machen die Bienen ihren Reinigungsflug, um die Kotblase zu leeren. Aber auch sonst gibt es für sie im Stock jede Menge zu tun. Die neue Brut will gepflegt werden, der Stock braucht dringend einen Frühjahrsputz und die Larven rufen hungrig nach Pollen und Wasser. Ist genügend Futter im Haus, so macht wechselhaftes Wetter zwischen den warmen Tagen den Bienen weniger aus.

Es werden die ersten Brutzellen durch Arbeiterinnen vorbereitet und schon bald beginnt die Königin wieder Eier zu legen und die Bienenvölker beginnen ein Brutnest aufzubauen. Ab diesem Zeitpunkt leisten unsere Bienen wieder „Schwerstarbeit“ und brauchen bedeutend mehr Winterfutter.

Die ersten Blüten werden angeflogen

Draußen vor dem Stock locken mit Winterling, Schneeglöckchen, Krokus, Hasel und Weiden die ersten Frühblüher. Bald folgen Löwenzahn, Akelei und Rosmarin. Der Löwenzahn ist wegen seiner frühen Blütezeit eine der ersten Trachtpflanzen für Bienen. Löwenzahn-Honig hat ein kräftiges Aroma. Die Bestäubung der Akelei erfolgt nur von Insekten mit langem Rüssel. Daher ist sie besonders bei Hummeln sehr beliebt. Die in vielen Gärten goldgelb leuchtenden Forsythiensträucher erfreuen zwar unser Auge, bieten aber für Bienen keine Nahrung, da die Blüten keinen Nektar bilden.

Spezialkost für die angehende Königin

Spätestens im Mai werden die sogenannten Weiselzellen für eine neue Königin angelegt. Sie sind deutlich größer als normale Brutzellen. Die Larve wird mit einem speziellen Futtersaft, dem Gelee royale, gefüttert und entwickelt sich so zu einer Königin. Die übrigen Larven werden mit einem Gemisch aus Nektar und Pollen gefüttert. Im Frühsommer teilt sich der Schwarm und die neue Königin zieht mit der Hälfte der Bienen aus dem Bienenstock aus.

Honigbiene

Sobald es draußen Temperaturen über 12° C hat, beginnen die Bienen wieder zu fliegen. Nach dem Reinigungsflug werden Pollen und Wasser in den Stock gebracht.

Der März ist der wichtigste Monat für die Imker

Auch für den Imker endet die Winterpause und eine erste Kontrolle im Stock steht an. Es werden tote Bienen aus dem Stock geholt und leere Waben entfernt, um damit Platz für neue zu schaffen. Gerade in einem milden Winter sind die Bienen aktiver gewesen und haben daher auch mehr Energie verbraucht. Daher ist es wichtig, zusätzliches Futter in den Stock zu bringen.

Initiative „Wir für Bienen“

Vielfalt bei Pflanzen, Tieren und Lebensräumen ist Voraussetzung für eine gesunde und artenreiche Natur. Die Blütenpracht in Niederösterreich ist jedoch nicht selbstverständlich. Dafür braucht es Millionen von Insekten, die das Naturland bevölkern und die Pflanzen bestäuben. Mit der Kampagne „Wir für Bienen“ wird der Fokus auf die Artenvielfalt in unserem Bundesland gelegt.