Zeitung auf einer Wiese

Start für Naturvermittlung in Doislau und Zauchbachtal

Presseaussendung, 21. November 2019

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Naturvermittlung in Doislau und Zauchbachtal startet

Ihren Bürgerinnen und Bürgern den Wert der Natur vor ihrer Haustüre näherzubringen, darum geht es beim gemeinsamen Projekt der Gemeinden Amstetten, St. Georgen am Ybbsfelde, Neuhofen, Ferschnitz und Euratsfeld in Kooperation mit der LEADER Region Moststraße und der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (eNu).

Am 20. November 2019 fiel der Startschuss für das Projekt, das bis Sommer 2021 laufen soll. Im Mittelpunkt stehen die Gebiete Doislau und Zauchbachtal, die sich im Europaschutzgebiet „NÖ Alpenvorlandflüsse“ entlang der Ybbs und des Zauchbaches erstrecken. In diesen beiden Schutzgebieten finden sich blumenreiche Wiesenbestände, auf denen besondere Orchideen gedeihen und die Lebensraum von gefährdeten Schmetterlingen und seltenen Wildbienen sind.

„Nur was man kennt, das schützt man auch, deshalb ist Bewusstseinsbildung im Naturschutz so wichtig. Das wollen wir mit unserem Projekt erreichen“, sind sich die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der beteiligten Gemeinden Ursula Puchebner von Amstetten, Maria Kogler von Neuhofen an der Ybbs, Johann Weingartner von Euratsfeld, Michael Hülmbauer von Ferschnitz und Christoph Haselsteiner von St. Georgen am Ybbsfelde einig. Ein solches Engagement brauche es auch, um Naturschutzgebiete langfristig erhalten zu können, ist Karin Schmid, Schutzgebietskoordinatorin des Mostviertels von der eNu, überzeugt: „Verantwortungsvolle, umweltbewusste Gemeinden und LEADER Regionen, wie die Region Moststraße, die Vorhaben im Naturschutz bestmöglich unterstützen, sind unbezahlbare Partner.“

Schulprojekte und Exkursionen geplant

In jeder Gemeinde startet ein eigenes, bewusstseinsbildendes Schulprojekt. Die SchülerInnen sollen das Europaschutzgebiet vor ihrer Haustüre - speziell die Doislau und das Zauchbachtal - und seine schützenswerten Tiere, Pflanzen und Lebensräume hautnah erleben und auf spielerische Art kennenlernen. „Es ist wichtig, besonders unsere Kinder zu motivieren, damit sie mit offenen Augen durch die Natur gehen und auf sie achtgeben“, so Naturvermittlerin und Biologin Heidemarie Moser-Sturm, die die Schulen begleiten wird.

Um auch die Erwachsenen einzubinden, sind gemeinsame Exkursionen in das heimatliche Schutzgebiet geplant. Die SchülerInnen können ihr Wissen über die naturschutzfachlichen Besonderheiten im Schutzgebiet dann an ihre Eltern, Großeltern und Freunde weitergeben.

Weiterbildung für MultiplikatorInnen  

Vorsorge wird auch getroffen, das Projekt über sein offizielles Ende hinaus weiterlaufen zu lassen. Dafür sind gegen Ende der Laufzeit Schulungen für MultiplikatorInnen wie LehreInnen und NaturvermittlerInnen angedacht. Sie erhalten ein Methodenheft, mit dem sie ihr erworbenes Wissen weiter vermitteln können.

Wichtige Ergänzung laufender Naturschutzmaßnahmen

Das Projekt „Naturvermittlung in der Doislau und im Zauchbachtal“ ergänzt bestehende Maßnahmen zum Erhalt des Europaschutzgebiets „NÖ Alpenvorlandflüsse“, die im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerks NÖ seit Längerem laufen. Dazu gehört unter anderem das Management der sogenannten Heißländeflächen, das sind wertvolle Bestände auf Schotter- und Kiesbänken mit Orchideenvorkommen in der Doislau bei Amstetten. Die dort notwendigen Pflegearbeiten werden seit drei Jahren tatkräftig von den Gemeinden Amstetten und Euratsfeld unterstützt. Auch das Management der wertvollen Magerwiesen im Zauchbachtal gehört dazu.

Für Rückfragen:
*Die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ
Philipp Hebenstreit
philipp.hebenstreit@enu.at, www.enu.at
+43 2742 219-150

Foto: Wollen ihren Bürgerinnen und Bürgern den Wert der Natur vor ihrer Haustüre näherbringen
(v.l.n.r.): Bgm. Michael Hülmbauer (Ferschnitz), Bgm. Christoph Haselsteiner (St.Georgen/Ybbsfelde), Mag.a Martina Schuller, Leaderregion Moststraße, Bgm.in Maria Kogler (Neuhofen/Ybbs), Maria Ettlinger, MA, Leaderregion Moststraße, UGR Bernhard Wagner und Ing. Dieter Stadlbauer (Stadtgemeinde Amstetten), DI Karin Schmid, Schutzgebietskoordinatorin des Mostviertels in der eNu, Vzbgm. Johann Engelbrechtsmüller (Euratsfeld), Biologin und Naturvermittlerin MMag. Heidemarie Moser-Sturm, Ing. Ignaz Röster, Regionsleiter Mostviertel in der eNu

Bildnachweis: P. Kirchweger

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