Start für Auenwildnis Wachau

Zwischen Rossatz und Rührsdorf entstehen durch ein Renaturierungsprojekt an der Donau ein rund 1,6 Kilometer langer Nebenfluss und eine Auwald-Insel.

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Durch ein LIFE-Projekt entstehen ein neuer Nebenarm und eine Aueninsel in der Donau.

(04.11.2020) Mit dem LIFE+-Projekt wird der neu geschaffene Nebenfluss naturnah gestaltet. Offene Flussstrecken wechseln sich mit engeren, flachen Bereichen ab. Auf diese Weise werden unterschiedlichste Lebensräume geschaffen, die durch für Fließgewässer typische Prozesse wie Erosion und Anlandungen immer wieder neu gestaltet werden.

Natur im Weltkulturerbe wird gestärkt

Um das Donauwasser durch den neuen Nebenfluss strömen zu lassen, wird eine Flutmulde ausgehoben, die das Wasser in den Nebenarm bringt. Dieses Kernstück des Renaturierungsprojekts macht mit etwa 1,25 Millionen Euro auch finanziell den Hauptteil des mit 3,9 Millionen Euro veranschlagten Vorhabens aus. Damit wird die Natur und ihre Vielfalt in einer der schönsten Flusslandschaften Europas gestärkt.

Heimische Baumarten werden gefördert

Auch der Auwald wird im Rahmen des Projekts aufgewertet, vergrößert und für die Zukunft gesichert. Die umfassende Bekämpfung von Neophyten sorgt für die Förderung heimischer und für die Flusslandschaft typischer Baumarten. So wurden 5000 autochthone Schwarzpappeln gepflanzt, damit sie im nächsten Jahrhundert als stattliche Bäume das Landschaftsbild der Au prägen können.

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Die Hauptarbeiten werden im Herbst und Winter durchgeführt, damit die Natur bereits im Frühjahr 2021 die neuen Lebensräume besiedeln kann.

Neuer Lebensraum für seltene Tiere

Neuer Lebensraum wird auch für Amphibien, Vögel und Säugetiere geschaffen. Während 50 neue Amphibientümpel als Laichgewässer für Unken, Frösche und den Donau-Kammmolch zur Verfügung stehen werden, schaffen Nisthilfen und eine Horstschutzzone für Seeadler sowie neue Fledermauskästen Anreize, den Luftraum in der Wachau verstärkt unsicher zu machen.

Breite Zusammenarbeit für die Artenvielfalt

LIFE+ Auenwildnis Wachau ist ein von der EU gefördertes Projekt. Die Projektkoordination liegt bei viadonau, als Partner setzen die Welterbegemeinden Wachau und die Marktgemeinde Rossatz-Arnsdorf eigene Arbeitspakete um. Als Co-Finanziers sind das Land Niederösterreich, der NÖ Landesfischereiverband, der ÖFG 1880 und das BMLRT beteiligt.