Sehnsucht nach Natur

Heuer kamen deutlich mehr Einzelgäste und Familien in die Donau-Auen. Die Sehnsucht nach Natur ist das größte Motiv für einen Besuch.

LH-Stv. Stephan Pernkopf und Nationalparkdirektorin Edith Klauser im Sommer 2020 im schlossORTH Nationalpark-Zentrum.

LH-Stv. Stephan Pernkopf und Nationalparkdirektorin Edith Klauser im Sommer 2020 im schlossORTH Nationalpark-Zentrum.

(02.12.2020) Das schlossORTH Nationalpark-Zentrum in Orth an der Donau ist seit Anfang November in Winterpause, nun liegt die Saisonbilanz vor. Das „Tor zur Au“ ist nach wie vor eines der beliebtesten Ausflugsziele im Naturland.

2020 mehr Einzelgäste und Familien

Nach dem verspäteten Start Mitte Mai gab es zwar bei Gruppenbuchungen massive Rückgänge um rund 90 Prozent. Die wichtige Besucherkategorie der Einzelgäste und Familien zeigte 2020 jedoch einen deutlichen Zuwachs. LH-Stv. Stephan Pernkopf erläutert die Zahlen näher: „Im Vergleich zu 2019 wurde bei den Ausflugsgästen eine Steigerung von rund 18 Prozent verzeichnet. Insgesamt kamen rund 15.800 Besucherinnen und Besucher in das Nationalpark-Zentrum. Dieses hat sich im heurigen Jahr als Umweltbildungs- und Naherholungseinrichtung bewährt, die vor allem von Familien sehr gut angenommen wurde.“

Große Herausforderungen für NaturvermittlerInnen

Sehr viele Menschen aus ganz Niederösterreich haben ihre Freizeit heuer in dieser Region verbracht und das umfassende Angebot genutzt. Die Programme zur Umweltbildung im Besucherzentrum des Nationalpark Donau-Auen haben sich bewährt. Auf Initiative des Nationalparks Donau-Auen wurde eine Fortbildung für RangerInnen und NaturvermittlerInnen abgehalten, um den Herausforderungen der Covid-19 Pandemie im Umweltbildungsbereich zu begegnen. Alle Exkursionen werden seither kontaktlos, mit Wahrung der Mindestabstände und in reduzierter Gruppengröße durchgeführt.

Sehnsucht nach Natur in Zeiten der Pandemie

Die entsprechend gestalteten Programme im Nationalpark wurden von den Gästen ebenso gerne angenommen wie geführte Wanderungen im Auwald und Bootstouren in Kleingruppen. „Im Mittelpunkt steht immer, den Gästen den Lebensraum sowie Tiere und Pflanzen der Donau-Auen lebendig zu vermitteln. Die Sehnsucht nach Naturerlebnissen hat in diesem Jahr die Menschen verstärkt in die nahegelegenen Schutzgebiete geführt“, meint Pernkopf abschließend.