Schutz für den Sibirischen Goldkolben

Der Sibirische Goldkolben (Ligularia sibirica) kommt in Österreich nur im Raum Baden vor. Der Maschinenring hilft mit, seinen Standort zu erhalten.

Sibirischer Goldkolben

Der Sibirische Goldkolben hat sein einziges Vorkommen in Österreich in der Nähe von Baden.

Diese Pflanze aus der Familie der Korbblütler kommt in Österreich nur im Naturdenkmal „Feuchtwiese im Grillenberger Tal“ bei Hernstein im Bezirk Baden vor und ist streng geschützt. Die Sicherung des Pflanzenstandorts mit seinen hochwertigen Lebensgemeinschaften gilt als vorrangiges Naturschutzziel.

Schilf bedroht den Goldkolben

Durch die Nutzungsaufgabe der ehemaligen Streuwiesen kam es zu einer fortschreitenden Verschilfung des Gebietes. Im Winter 2017/18 wurden daher erste Maßnahmen zur Sicherung des Lebensraumes für den Goldkolben gestartet. Heuer wurde der Maschinenring Baden mit den Erhaltungsmaßnahmen beauftragt. Die händische Mahd mit Motorsensen und der Abtransport des Schilfschnitts ist ein wichtiger Beitrag im Naturraummanagement.

Größtes Europaschutzgebiet in NÖ

Das Europaschutzgebiet „Nordöstliche Randalpen“ – Hohe Wand – Schneeberg“ ist mit einer Fläche von insgesamt rund 65.240 Hektar das größte Europaschutzgebiet in Niederösterreich und zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten aus. Grund dafür sind die große Höhenerstreckung (von 280 bis 2.070 Meter) und die Lage in einer Übergangszone vom pannonischen bis zum alpinen Klima.

Pflegeeinsatz Goldkolben

Beim Pflegeeinsatz für den Goldkolben im größten Europaschutzgebiet in NÖ wurde Schilf entfernt, um den Lebensraum für diesen seltenen Korbblütler zu erhalten.

Schutzgebietsnetzwerk Industrieviertel

Die Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu) organisiert gemeinsam mit dem Land Niederösterreich die Schutzgebietsbetreuung im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerks NÖ. Der Aufgabenschwerpunkt liegt in der Betreuung der Europaschutzgebiete, der Naturschutzgebiete und der flächigen Naturdenkmäler. Das Schutzgebietsnetzwerk NÖ ist bemüht unter aktiver Einbindung von Gemeinden und LandnutzerInnen praxisorientierte Lösungen für den Erhalt der Schutzgebiete zu erarbeiten.