Schafe übernehmen Landschaftspflege in Wachau

Die Beweidung soll das Zuwachsen wertvoller Wachauer Trockenrasenflächen verhindern.

Schafbeweidung am Rindfleischberg

Die Schafe am Höhereck helfen mit, die wertvollen Trockenrasen der Wachau zu erhalten.

Damit die artenreichen Trockenrasen in der Wachau nicht zuwachsen, setzt die Schutzgebietsbetreuung auf eine Beweidung dieser wertvollen Flächen. Seit 1. Juli weiden Schafe im Naturschutzgebiet Höhereck.

Schafe helfen mit, die Trockenrasen zu erhalten

Das Höhereck befindet sich östlich von Dürnstein und steht seit 2008 unter Naturschutz. Es ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes Wachau und des Vogelschutzgebietes Wachau-Jauerling. Nun wird dieses Schutzgebiet mit Kärntner Brillenschafen und Krainer Steinschafen beweidet. Auf weiteren 10 Wachauer Trockenrasenflächen soll in den nächsten Wochen ebenfalls beweidet werden. Die Trockenrasen der Wachau sind Lebensräume höchster Biodiversität. Bis zu 300 Pflanzenarten findet man dort, aber auch faunistische Besonderheiten wie den Schmetterlingshaft, die Große Sägeschrecke oder die Zippammer.

Regelmäßige Pflege sichert Artenvielfalt

Die Naturjuwele in der Wachau werden seit einigen Jahren im Rahmen der Schutzgebietsbetreuung gemäht und entbuscht. Heuer ist es erstmals wieder gelungen, Schafbetriebe zu finden, die ausgewählte Trockenrasen in Dürnstein, Köfering, Spitz und St. Michael beweiden. Bis in die 1960er Jahre war Beweidung in der Wachau verbreitet. Es gab Kühe (z.B. am Kuhberg) oder Ziegen, aber auch Schafe sind historisch überliefert. Nur durch eine regelmäßige Pflege, wie zum Beispiel eine naturschutzfachlich begleitete Beweidung, bleiben die hohe Artenvielfalt und der wertvolle Lebensraum erhalten.

Zusammenarbeit aller entscheidend

Die Naturschutzbetreuung in der Region wird vom Verein Welterbegemeinden Wachau in Zusammenarbeit mit der Schutzgebietsbetreuung NÖ organisiert und vom Land NÖ und der EU finanziert. Entscheidend für den Erfolg eines solchen Projekts ist die Zusammenarbeit aller Beteiligten, also der Gemeinden, der Winzer, der GrundeigentümerInnen und der regionalen Jägerschaft.

Wir bedanken uns bei den Anrainern, die die Schafbeweidung unterstützen und bei „Blühendes Österreich“- REWE International gemeinnützige Privatstiftung, die sich für den Schutz der heimischen Biodiversität einsetzt und das Projekt mit Finanzmitteln unterstützt.