Rückkehr des Wappentiers

Seeadler Felix, der 2016 im Nationalpark Donau-Auen geschlüpft ist, brütet derzeit an einem Seitenarm der ungarischen Donau.

Seeadler mit Fisch

Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,3 Metern gehört der Seeadler zu den größten europäischen Adlern.

Vor 20 Jahren galt Österreichs Wappentier als ausgestorben. Die Maßnahmen des WWF und des Nationalpark Donau-Auen zeigen nun Wirkung. Dank jahrelanger Schutzbemühungen feiert der Seeadler nun ein eindrucksvolles Comeback. Die erfreuliche Rückkehr des mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,30 Metern imposanten Greifvogels wird durch Daten aus einem Sender belegt.

Senderdaten belegen Comeback der Seeadler

Felix ist damit der Vorbote für die hoffentlich erfolgreichste Brutsaison seit Rückkehr der Seeadler in Österreich. 35 bis 40 heimische Adlerpaare ziehen dieser Tage die nächste Generation heran, was der langsam, aber stetig wachsenden Seeadlerpopulation Auftrieb verleihen wird.

Felix hat tausende Kilometer in den Flügeln

Mit der Besenderung ist es erstmals gelungen, das Leben eines in Österreich geschlüpften Seeadlers von der Kindheit bis zur eigenen Brut nachzuvollziehen. Felix hat bereits tausende Flugkilometer zurückgelegt und sieben Staaten durchstreift, von Österreich über Ungarn, die Slowakei, Tschechien, Deutschland und Polen bis nach Kroatien. In Zeiten geschlossener Grenzen ist Felix das ermutigende Symbol für den Erfolg länderübergreifender Schutzmaßnahmen. Erst die europaweite Zusammenarbeit und Vernetzung regionaler Schutzinitiativen machen die Rückkehr der ehemals ausgerotteten Art möglich.

Flugroute Felix

Seine Flugroute führte Felix von der Lobau über tausende Kilometer durch sieben europäische Staaten.

Sender liefert wertvolle Daten

Der Sender ist klein, sehr leicht und stört den Vogel nicht. Seine Daten liefern wertvolle Erkenntnisse über das Verhalten der Jungadler und ihre Flugrouten nach dem Verlassen der Elternreviere. So können die Maßnahmen im Nationalpark Donau-Auen sowie die internationale Kooperation im Seeadlerschutz laufend verbessert werden.

besenderter Jungadler

Die Sender stören die Tiere nicht und liefern wertvolle Daten über ihr Leben und ihren Aktionsradius.

Seeadler-Ausstellung im Nationalpark-Zentrum

Die Bevölkerung wird Felix und weitere in den letzten Jahren besenderte Seeadler virtuell begleiten können. Sobald die behördlichen Auflagen es ermöglichen, eröffnet eine neue Seeadler-Ausstellung im schlossORTH Nationalpark-Zentrum. Neben viel Wissenswertem über die Greifvogelart erfährt man dort mehr über das Besenderungsprojekt. Das weitflächige Flugverhalten der Adler kann auf Europakarten nachvollzogen werden. Ob die Brut von Felix und seiner Partnerin erfolgreich war und wie viele Jungtiere geschlüpft sind, ist bis zur Eröffnung auch bekannt.