Zeitung auf einer Wiese

Natur des Jahres 2018

Presseaussendung, 1. Februar 2018

Naturschutzorganisationen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz wählen jedes Jahr Pflanzen und Tiere zur „Natur des Jahres“. Viele der heuer ausgezeichneten Pflanzen und Tiere leben im Naturland Niederösterreich.

Die Auszeichnung „Natur des Jahres“ geht jedes Jahr an verschiedene Organismen im deutschsprachigen Raum, um Bewusstsein für eine bestimmte Art oder einen Lebensraum zu schaffen und auf Gefährdungen aufmerksam zu machen. Heuer zählen beispielsweise der Igel, der Langblättrige Ehrenpreis und der Wels zur „Natur des Jahres 2018“. Zur Heilpflanze des Jahres 2018 wurde die Ringelblume vom Verein der „Freunde der Heilkräuter“ ernannt.  „Es freut mich ganz besonders, dass wieder einige im Naturland Niederösterreich heimische Arten zur „Natur des Jahres 2018“ gehören. Diese Auszeichnung zeigt klar, dass wir in Niederösterreich unsere Natur schätzen, schützen und für die nächsten Generationen erhalten“, erklärt LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf.

Bewusstseinsbildung

Die „Natur des Jahres“ holt nicht nur Projekte und Arten vor den Vorhang, sondern macht auch auf die dramatischen Verluste an wertvollen Organismen und Lebensräumen aufmerksam. Hier ist jede und jeder aufgerufen, seinen Betrag zum Naturschutz zu leisten. Denn die Natur zu schätzen, heißt auch sie mit Respekt zu behandeln. „Und genau dafür gibt es unsere praktische Naturland-Knigge-Tippsammlung. Darin finden alle Interessierten hilfreiche Informationen zum verantwortungsvollen Umgang mit und in der Natur. Im Naturland-Knigge findet man sowohl Regeln und Verhaltensweisen, als auch Wissenswertes zum Naturland Niederösterreich und zu den heimischen Tieren und Pflanzen“, weiß Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Die Ringelblume – Heilpflanze des Jahres 2018

Über kaum ein Heilkraut ist soviel geschrieben worden wie über die Ringelblume (Calendula officinalis). Denn die Ringelblume besitzt hervorragende wundheilende, antiseptische und blutreinigende Heileffekte. Neben ihrer heilenden Wirkung wurde sie früher von Bauern für die Wettervorhersage beobachtet. Die Ringelblume gilt als Symbol für die Unvergänglichkeit, weil sie langlebig ist und den ganzen Sommer über immer wieder blüht.

Der Igel – Tier des Jahres 2018

Die nachtaktiven Insektenvertilger zählen zu den beliebtesten heimischen Tierarten. Die bis zu 1,5 Kilogramm schweren Einzelgänger sind zwar mit ihren bis zu 8.000 Stacheln gegen Fressfeinde gut geschützt, im Straßenverkehr hingegen leider eine der am häufigsten getöteten Arten. Die natürlichen Lebensräume in strukturreichen Gebieten mit unterschiedlicher Vegetation gehen zunehmend verloren. Dabei weichen Igel immer häufiger in gut strukturierte Parkanlagen und Gärten aus. Von Oktober bis Mai verschläft der Igel die kalte Jahreszeit in seinem Nest in Laubhaufen oder unter Holzstößen. Der Igel ist in Österreich nicht als gefährdet eingestuft, wobei die Bestände rückläufig sind.

Blume des Jahres 2018: der Langblättrige Ehrenpreis

Die leuchtend blauen Blüten des Langblättrigen Ehrenpreis (Veronica maritima) sind bei Nektar sammelnden Insekten besonders beliebt. Mit dieser für feuchte und zeitweise auch überflutete Standorte typische Pflanze wird auf einen der am stärksten bedrohten Lebensräume aufmerksam gemacht: die naturnahen Flussauen. Der Langblättrige Ehrenpreis ist eine ausdauernde Staude, wird bis zu 120 Zentimeter hoch und ist in Österreich vor allem in Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland verbreitet. Sie gilt als stark gefährdet.

Fisch des Jahres: der Wels

Der Wels (Silurus glanis) gehört mit einer durchschnittlichen Länge von bis zu 1,5 Metern zu den größten Fischen in Österreich. Mit seiner schlangenartigen Körperform, dem riesigen, mit kleinen messerscharfen Zähnen besetzten Maul und den Bartfäden ist er eine beeindruckende Erscheinung. Bei der Nahrungssuche sind Welse nicht wählerisch. Von Pflanzen über Krebse, Insekten und Fische bis hin zu Vögeln und kleinen Säugern findet alles, was zu überwältigen ist, den Weg in den Magen des Fisches. Natürliche Vorkommen finden sich in größeren Flüssen und Seen. In Niederösterreich findet sich der Wels in der March und im Bereich der Nationalparks Thayatal und Donau-Auen.

Auf der Website www.naturland-noe.at finden Interessierte sämtliche Informationen über das Naturland Niederösterreich.

Für Rückfragen:

Energie- und Umweltagentur NÖ
Teresa Prendl
Pressesprecherin
Mobil +43 676 83 688 569
teresa.prendl@enu.at, www.enu.at

Foto 1: Natur des Jahres 2018

Bildbeschriftung: LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf ist stolz auf das Naturland Niederösterreich.

Bildnachweis: F. Weingartner

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