Pflegeeinsatz in Ottenthal

Eine Gruppe von Freiwilligen verbesserte mit der Aktion Mitte November die Standortbedingungen für den Tatorjan-Meerkohl.

Pflegeeinsatz am Zeiserlberg

Bei einem Pflegeeinsatz am Zeiserlberg bei Ottenthal wurden Büsche entfernt, um Lebensraum für den seltenen Tatorjan-Meerkohl zu schaffen.

Bürger der Gemeinde Ottenthal, darunter Bürgermeister Erwin Cermak, und Mitglieder der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft nahmen unter Anleitung von Schutzgebietsbetreuer Manuel Denner an diesem Pflegeeinsatz teil. Damit wurden 60 Freiwilligen-Stunden für das Schutzgebietsnetzwerk geleistet.

Bessere Bedingungen für seltene Pflanzen

Das Naturschutzgebiet Zeiserlberg ist Teil des Europaschutzgebietes Weinviertler Klippenzone. Die wertvollen Löss-Trockenrasen weisen an manchen Stellen starke Tendenzen der Verbuschung aufweist. In erster Linie geht es darum, die Standortbedingungen für den Tatorjan-Meerkohl (Crambe tataria) zu verbessern. Die Pflanze ist Zielart dieses Natura 2000 Schutzgebietes und kommt in Österreich ausschließlich hier vor.

Schlaraffenland für Vögel

Die weitgehend gehölzfreie Rasensteppe ist Lebensraum für zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten. So wachsen hier Steppenveilchen, Federgräser, Zottiger Spitzkiel und Groß-Kreuzblume. Die besondere Vegetation lockt seltene Insekten an, wie zum Beispiel die Zweifarbige Beißschrecke.  Vögel wie der Neuntöter, die  Grauammer, das Europäische Schwarzkehlchen und die Dorngrasmücke finden hier noch genügend Nahrung.

Werkzeugset

Das Werkzeugset der Energie- und Umweltagentur kam an diesem Tag wieder zum Einsatz.

Beweidung mit Schafen

Die Beweidung mit Schafen hält zwar den weichen Bewuchs in Schach, alles Verholzte und Bedornte können sie aber nicht schaffen. Bei der Aktion wurden Hartriegel, Rosen und Weißdorn ausgegraben, Brombeeren mit dem Motormäher abgeschnitten sowie Rosenbüsche, Weinranken und Holler mit der Motorsäge abgeschnitten. Für das kommende Jahr ist ein erster Versuch mit Ziegen geplant.

Werkzeugset der eNu

DI Martina Kainz, Regionalbetreuerin des Schutzgebietsnetzwerkes Weinviertel, stellte das Werkzeugset der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ zur Verfügung. Bei der abschließenden Jause im Gemeindezentrum  wurde für nächsten Frühling eine fachliche Exkursion zum Zeiserlberg angedacht, bei der Bürgerinnen und Bürger von Ottenthal ebenso wie Studierende herzlich willkommen sein werden.

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