Pflegeeinsatz im Brunnenschutzgebiet

Gemeindearbeiter der Gemeinden St. Georgen/Ybbsfelde und Ferschnitz halfen der Schutzgebietsbetreuung beim Entbuschen wertvoller Naturflächen.

Pflegeeinsatz

Versetzten unter fachlicher Anleitung zu schnell wachsende Sträucher: Hubert Scheidl (Gemeinde St.Georgen), Biologin Heidemarie Moser-Sturm, Andreas Rab (Gemeinde Ferschnitz)

(22.10.2020) Das Brunnenschutzgebiet der beiden Gemeinden liegt im Europaschutzgebiet „NÖ Alpenvorlandflüsse“. Damit die wertvollen Magerwiesenflächen nicht zuwachsen und der Lebensraum seltener Orchideen verloren geht, rückten Gemeindemitarbeiter zur Landschaftspflege aus.

Gräser und Sträucher verdrängen seltene Arten

Die Schutzgebietsbetreuung NÖ hat die Gemeinden St. Georgen/Ybbsfelde und Ferschnitz um Hilfe gebeten, damit eine wichtige Pflegemaßnahme noch vor dem Winter erledigt werden kann. Mitarbeiter der Gemeinden rückten mit Spaten und Schaufeln aus, um unter Anleitung von Biologin Heidemarie Moser-Sturm Sträucher zu versetzen. Das Umpflanzen war notwendig, weil die Sträucher wertvolle Magerwiesen zu überwuchern drohten.

Lebensraum für seltene Orchideen

Im Brunnenschutzgebiet sind sogenannte Heißländen zu finden. Das sind naturnahe Kalktrockenrasen, auf denen seltene und besonders geschützte Orchideen wie etwa die Hummel-Ragwurz wachsen. Die Sträucher und auch hohe Gräser nehmen den Orchideen das Sonnenlicht. Werden sie nicht rechtzeitig entfernt, geht der gesamte Lebensraum mit seiner Artenvielfalt verloren.

Weitere Pflegemaßnahmen geplant

Für das nächste Jahr wurde mit den beiden Gemeinden eine weitere, wichtige Pflegemaßnahme im Sinne des Naturschutzes geplant. Die Gemeinden werden das Gebiet zukünftig mähen und das Schnittgut abtransportieren, damit sich die umgebende Vegetation nicht so rasch auf den Trockenrasen ausbreiten kann. Ein herzlicher Dank geht an beide Gemeinden für die tatkräftige Unterstützung.