Pflege ausgewählter Flächen im Industrieviertel

Im gegenständlichen Projekt stand die Umsetzung von naturschutzfachlichen Managementmaßnahmen im Europa- und Vogelschutzgebiet Feuchte Ebene-Leithaauen im Vordergrund.

Moor-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus)

Die Europaschutz- und Vogelschutzgebiete „Feuchte Ebene – Leithaauen“ beherbergen Schutzgüter wie etwa das Moor-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus- FFH Kennziffer 1071) und den Vorblattlosen Bergflachs (Thesium ebracteatum, FFH Kennziffer 1437), die österreichweit ausschließlich hier zu finden sind. Im Frühling und Herbst  2017 wurden weitere Schritte für einen umfassenden Schutz dieser und einiger weiterer Arten gesetzt.

Bei einem Pflegeeinsatz in der Gemeinde Münchendorf wurden mit Unterstützung der Agrargemeinschaft, des Naturschutzbund NÖ und des Schutzgebietsnetzwerks NÖ selektiv Gehölze zurückgeschnitten und Flächen für ausgewählte Zielarten freigestellt. Im Gebiet „Herrengras“ (Gemeinde Moosbrunn) wurde versuchsweise das in Österreich bereits im Freiland als ausgestorben geltende Dickwurzel Löffelkraut (Cochlearia macrorrhiza) wieder ausgepflanzt. Weiters wurde eine Studie zur Autökologie (= Lebensweise) des Moorwiesenvögelchens beauftragt um daraus gezieltes Wiesenmanagement zugunsten dieser Art abzuleiten.

Diese Erstmaßnahmen sind Teil eines längerfristigen Plans zur schrittweisen Sicherstellung eines guten Erhaltungszustands ausgewählter FFH Lebensraumtypen sowie FFH Arten.

Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Schutzgebietsbetreuung in Niederösterreich. Das Schutzgebietsnetzwerk NÖ wird von der Energie- und Umweltagentur NÖ koordiniert.

Projektdaten

Projektträger: Amt der NÖ Landesregierung, Abt. Naturschutz
Projektlaufzeit: Jänner – Juni 2017 und August bis Dezember 2017
betroffene Regionen: Industrieviertel

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