Neue Partnerschulen im Nationalpark Thayatal

Die Aktivitäten mit Schulen werden ausgebaut. Der Nationalpark arbeitet seit 15 Jahren intensiv mit der Volksschule Hardegg-Pleissing zusammen. 

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Im Rahmen eines Festaktes unterzeichneten fünf Schulen eine Partnerschaftsvereinbarung mit dem Nationalpark Thayatal.

Im Rahmen eines Festaktes unterzeichneten die Volksschule und die Mittelschule Weitersfeld,  die NÖ Mittelschule Retz, die Mint & Kreativ Mittelschule Pulkau und die Landwirtschaftliche Fachschule Hollabrunn eine Partnerschaftsvereinbarung mit dem Nationalpark Thayatal.

Raum für Naturerfahrungen geben

180 Schulkinder, PädagogInnen sowie Bezirks- und GemeindevertreterInnen waren gekommen, um die Partnerschaft zwischen den Schulen aus dem Wein- und Waldviertel zu besiegeln. Ziel der Kooperation ist es, SchülerInnen die ursprüngliche Natur im Nationalpark zu vermitteln sowie Raum für Naturerfahrungen zu geben und dadurch das Verständnis für Natur- und Umweltschutzmaßnahmen zu stärken.

Persönlicher Bezug zur Natur ist wichtig

Bundesrat Ing. Eduard Köck nahm in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner an der Feier teil und begrüßte es, dass der Nationalpark die Jugend unterstützt, wieder vermehrt mit der Natur in Kontakt zu kommen. Auch Mag. Valerie Zacherl-Draxler ermunterte, in Vertretung von Bundesministerin Leonore Gewessler, die jüngsten BesucherInnen des Nationalparks, sich auf die unglaublich vielen Facetten der Natur einzulassen. Sie wies darauf hin, wie wichtig ein persönlicher Bezug zur Natur ist, der sich aus einer spielerisch freudvollen Auseinandersetzung mit dieser ergibt.

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Die Kinder lernen im Nationalpark das Bewusstsein für die Besonderheit der Natur vor der eigenen Haustür.

Der Nationalpark als Klassenzimmer

So können die Schulkinder den Nationalpark mehrmals pro Jahr unter fachkundiger Führung der Ranger besuchen oder die Nationalpark-MitarbeiterInnen begeben sich im Rahmen von Workshops direkt in das Klassenzimmer. Die Kinder tragen die Idee des Nationalparks aber auch in die Gemeinden, wodurch die Verbindung zum Nationalpark und die Akzeptanz gestärkt werden. Sie wecken bei ihren Eltern nach einem Besuch im Nationalpark das Bewusstsein für die Besonderheit der Natur vor der eigenen Haustür und den Wert des Schutzgebietes als Naturerbe Österreichs.

Fruchtbare Zusammenarbeit seit 15 Jahren

Die Volksschule Hardegg-Pleissing wurde für die erfolgreiche und überaus fruchtbare Zusammenarbeit geehrt. Der Nationalpark profitierte in dieser Zeit von der Kooperation. So waren die Schulkinder immer wichtige ExpertInnen, die halfen, neue Bildungsmaßnahmen zu evaluieren. Die Partnerschule wirkte in der Vergangenheit bei vielen Veranstaltungen des Nationalparks mit. So gestaltete der Schülerchor gemeinsam mit der Grenzlandkapelle Hardegg die Feier für die neuen Partnerschulen.

Einblick in das Bildungsprogramm

Im Anschluss bekamen die Schulkinder bei verschiedenen Stationen einen kleinen Einblick in das Bildungsprogramm des Nationalparks. Sie erforschten mithilfe von Mikroskopen die kleinsten Lebewesen aus der Wasser- und Bodenwelt, erfuhren Wissenswertes über Waldkauz, Specht und Kuckuck und beobachteten die Wildkatzen im Gehege bei der Fütterung. Manche trainierten ihre „Wildnis-Fertigkeiten“ beim Feuermachen oder Unterstandbau, andere lauschten Detektivgeschichten aus der Pflanzenwelt oder erprobten ihre Sinne bei verschiedenen Aufgaben.

Wandertag in den Nationalpark

Pläne für die nähere Zukunft gibt es schon viele. So führt der traditionelle Wandertag Ende Juni die Mittelschule und Volksschule Weitersfeld in den Nationalparkwald, im Herbst finden Fach-Exkursionen für die Pädagoginnen und Pädagogen statt und die Landwirtschaftliche Fachschule Hollabrunn hat sich für ein ganz besonderes Erlebnis entschieden. Eine Klasse wird unter freiem Himmel im Nationalpark übernachten.