Neue Kampagne "Wir für Bienen"

Niederösterreich ist mit seinen Wäldern, Flüssen und Wiesen das Naturland Nummer eins. Mit der Kampagne „Wir für Bienen“ wird der Fokus auf die Artenvielfalt in unserem Bundesland gelegt.

Wildblumenwiese

Artenreichtum ist für Bienen lebenswichtig.

Vielfalt bei Pflanzen, Tieren und Lebensräumen ist Voraussetzung für eine gesunde und artenreiche Natur. Die Blütenpracht in Niederösterreich ist jedoch nicht selbstverständlich. Dafür braucht es Millionen von Insekten, die das Naturland bevölkern und die Pflanzen bestäuben. Schmetterlinge, Käfer, Fliegen und vor allem Wild- und Honigbienen leisten hier wichtige Arbeit.

So viele Wildbienen wie in NÖ gibt es nirgends

Damit das so bleibt, ist es wichtig, auf die Insekten im Allgemeinen und die Bienen im Speziellen zu achten. Mit über 600 verschiedenen Arten hat Niederösterreich die höchste Wildbienen-Vielfalt aller mitteleuropäischen Regionen. Mit der Kleinen Filzfurchenbiene konnte in den Pannonischen Sanddünen im Weinviertel eine als verschollen gegoltene Wildbienenart wiederentdeckt werden.

Jeder kann zu mehr Artenvielfalt beitragen

„Wir für Bienen“ möchte die gesamte Bevölkerung aufrufen, ihren Teil zur biologischen Vielfalt beizutragen und den Bienen und Insekten Heimat zu geben. Mit einer Wildblumenwiese anstelle des englischen Rasens oder einem Bienenplatzerl am Balkon ist das leicht umsetzbar. Altholz, Reisig und Laubhaufen bieten nicht nur Insekten Unterschlupf und Kinderstube. Wildpflanzen und Kräuter, die von Februar bis weit in den Oktober ihre Blüten tragen, bieten den Bienen das ganze Jahr über Nahrung. Einfache Nisthilfen helfen den Bienen bei der Aufzucht der Jungen und beim Überwintern.

Niederösterreichs Bäuerinnen und Bauern arbeiten mit der Natur

Täglich setzen sich auch die heimischen Bäuerinnen und Bauern dafür ein, dass Insekten auf ihren Feldern ein Zuhause finden. Auf insgesamt 230.000 Hektar blühenden Feldern haben sie das bereits geschafft. 24.000 niederösterreichische Landwirtinnen und Landwirte, das sind rund 90 Prozent, nehmen am österreichischen Agrarumweltprogramm ÖPUL teil. Damit ist Niederösterreich Spitzenreiter in Europa. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft sichert die regionale Vielfalt.

Biene ist nicht gleich Biene

Die meisten Leute denken an die Honigbiene, wenn sie von Bienen hören. Jedoch tragen besonders die Wildbienen einen großen Teil zur Artenvielfalt bei und sind daher unersetzlich. Honigbienen und Wildbienen unterscheiden sich nicht nur durch ihr Aussehen, sondern auch aufgrund ihrer Lebensweise. Honigbienen leben ausschließlich in Bienenstöcken. Wildbienen hingegen leben als Einzelgänger und bilden keine Völker.

Wir für Bienen Logo

Die Honigbiene ist ein wichtiges Nutztier

Wildbienen stellen unterschiedliche Ansprüche an ihre Nistplätze. Fast 50 Prozent der Wildbienenarten nisten unter der Erde. Weitere Nistplätze bieten morsches Holz, Pflanzenstängel oder sogar leere Schneckenhäuser, die zu Brutkammern umfunktioniert werden. Wildbienen stellen keinen Honig her. Sie brauchen den Nektar als wichtigen Energielieferanten. Der Honigbiene dienen Blütenstaub und Nektar als Nahrung und für die Aufzucht der Brut. Dabei wird der Nektar zu Honig verarbeitet und dient als Vorrat für den Winter.

Von der Biene zum Honig

Neben der Bestäubung von Pflanzen produzieren Honigbienen unseren beliebten Honig. Mit einem Verbrauch von 1,2 Kilogramm pro Kopf und Jahr zählen die Österreicherinnen und Österreicher zu den fleißigsten Honigkonsumenten Europas. In Niederösterreich gibt es rund 63.000 Bienenvölker und rund 5.100 ImkerInnen. Für 1 Kilo Honig müssen die Bienen mehrere Kilo Blütennektar oder Honigtau sammeln. Dafür sind ca. 150.000 Flugkilometer nötig. Jede Sammelbiene unternimmt pro Tag bis zu 10 Ausflüge zu Blüten.

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen