Naturland fördert Artenschutz

Am 3. März war Internationaler Tag des Artenschutzes. Niederösterreich tut das ganze Jahr etwas für den Schutz seltener Tiere und Pflanzen.

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LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Direktor Christoph Leditznig, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Josef Schachner eröffneten im Mai das Haus der Wildnis.

Der Tag des Artenschutzes soll an das Washingtoner Artenschutzübereinkommen erinnern, das am 3. März 1973 in der US-Hauptstadt unterzeichnet wurde. Das CITES-Abkommen (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) schützt wildlebende Arten, die die durch Handelsinteressen gefährdet sind.

Zahlreiche Projekte schützen die NÖ Naturräume

Mit diesem Tag soll auf die Bedeutung der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten für den Menschen sowie auf den Verlust der Artenvielfalt aufmerksam gemacht werden. Das Naturland NÖ und die Schutzgebietsbetreuung NÖ arbeiten laufend für diese Ziele. "Mit zahlreichen  Projekten in den Schutzgebieten des Landes werden wertvolle Lebensräume und damit seltene Tiere und Pflanzen erhalten. Die Rückkehr von ausgestorbenen oder verschollenen Arten beweist die hohe Qualität dieser Rückzugsräume der Natur", so LH-Stellvertreter und Naturschutz-Landesrat Stephan Pernkopf.

Kronjuwelen mit Seltenheitswert

Mit den beiden Nationalparken in den Donau-Auen und im Thayatal und dem einzigen österreichischen Wildnisgebiet am Dürrenstein bei Lunz liegen hochwertige Naturräume in Niederösterreich. 71 Naturschutzgebiete und 24 Europaschutzgebiete tragen ebenfalls zur Artenvielfalt bei. Mit der Eröffnung des Hauses der Wildnis in Lunz im Mai vergangenen Jahres soll das Wildnisgebiet einem breiten Publikum näher gebracht werden. "Wir wollen diese unberührte Natur für alle Zeiten schützen und bewahren. Mit dem Wildnisgebiet haben wir dafür ein Juwel von internationalem Rang, das mit dem Haus der Wildnis erstmals für alle erlebbar wird", so Pernkopf.

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Die Donau-Auen unterhalb von Wien sind die größten Auwälder Europas.

Schutzgebietsbetreuung sichert die Artenvielfalt

Mit der von der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ gemeinsam mit der Abteilung Naturschutz beim Amt der NÖ Landesregierung organisierten Schutzgebietsbetreuung steht ein wirksames Netzwerk zum Schutz der Natur bereit. Der Schwerpunkt liegt auf Betreuung der Europaschutzgebiete. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf hebt die Bedeutung der niederösterreichischen Europaschutzgebiete als Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerkes Natura 2000 hervor. "Die Aufgaben reichen von der Erhaltung der Schutzgebiete als Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen über die Umsetzung der Pflege- und Managementpläne bis hin zur Förderung der Akzeptanz und der Bewusstseinsbildung. Auch der Informationsaustausch unter den verschiedenen Nutzergruppen und ein effizienter Einsatz der Mittel sind wichtige Faktoren", so Pernkopf.

Gemeinden sind wichtige Partner                                

Ein entscheidender Punkt ist, Gemeinden und Freiwillige in die Arbeit miteinzubeziehen. Da sich die Fläche der Europaschutzgebiete auf über 400 niederösterreichische Gemeinden erstreckt, sind sie wichtige Partner bei der Betreuung der Schutzgebiete. Dabei geht es um die Vernetzung aller wichtigen AkteurInnen und die Umsetzung praxisorientierter Lösungen vor Ort, um unsere Schutzgebiete dauerhaft zu erhalten. In jeder Region steht Ihnen eine kompetente Ansprechperson für Ihre Anliegen in Sachen Naturschutz zur Verfügung.