Naturgipfel Niederösterreich

Das Treffen von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf mit Vertretern der NÖ Schutzgebiete zeigte, wie wichtig Natur und Schutzgebiete gerade in der Pandemie sind. 

NÖ Naturgipfel i Haus für Natur

Der NÖ Naturgipfel mit Vertretern aller Schutzgebiete des Landes fand unter der Leitung von LH-Stv. Stephan Pernkopf im Haus für Natur in St. Pölten statt.

(22.03.2021/ MF) Mit 250 Naturdenkmälern, 29 Landschafts- und 71 Naturschutzgebieten sowie zwei Nationalparks, einem Wildnisgebiet, einem Biosphärenpark und 20 Naturparken ist Niederösterreich das Naturland Nummer eins. Mit dem Naturgipfel im Museum Niederösterreich in St. Pölten soll geschützt werden, was wir lieben.

Naturland ist Heimat für seltene Arten

Große Bedeutung kommt dabei den Investitionen für die Anbindung der Nebenarme an die Donau und die Gewässerrenaturierung zu. In Niederösterreich wurden mit Unterstützung der EU 18 EU-LIFE-Projekte um bisher 100 Millionen Euro umgesetzt. Jedes zweite LIFE-Projekt in Österreich wird damit in Niederösterreich realisiert. Dass sich das im Hinblick auf den Hochwasserschutz und die Schaffung wertvoller Erholungsräume, vor allem aber für Flora und Fauna bezahlt macht, belegte Stephan Pernkopf mit den 100 Brutvogel-, 60 Fisch-, 30 Säugetier- und 13 Amphibienarten im Nationalpark Donau-Auen. "Die Donau-Auen sind seltenen Arten wie der Sumpfschildkröte und dem Hundsfisch wieder zur Heimat geworden. Bei den Kaiseradlern gibt es hier 17 Brutpaare mit 22 Jungvögeln und bei den Seeadlern 28 Brutpaare mit 33 Jungtieren. Im Biosphärenpark und im Wildnisgebiet Dürrenstein wurde der Habichtskauz wieder angesiedelt, im Nationalpark Thayatal die Wildkatze“, so Pernkopf.

Natur schützen und Regionen entwickeln

Aktuell laufen fünf Großprojekte an der Donau bei Rossatz und in Altenwörth sowie an der Pielach, Fischa und Leitha, um wertvollen Lebensraum für Sterlet, Nase und Huchen zu schützen. Damit soll die Durchwanderbarkeit der Donau zwischen dem Eisernen Tor in Serbien und dem Kraftwerk Ybbs-Persenbeug auf insgesamt 1.100 Stromkilometern geschaffen werden. Auch in die Renaturierung von Mooren und Feuchtwiesen wird in den nächsten beiden Jahren eine halbe Million Euro investiert. "Mit den anstehenden Eröffnungen des Hauses der Wildnis in Lunz am See, des Ötscher-Turms im Naturpark Ötscher-Tormäuer und der Naturwerkstatt im Naturpark Jauerling wollen wir zahlreiche weitere Anziehungspunkte geschaffen, die für die Bewusstseinsbildung enorm wichtig sind. Denn nur was man kennt und liebt, das schützt man“, so Pernkopf.

Exkursion im Nationalpark Donau-Auen

Die Bewusstseinsbildung ist enorm wichtig sind, denn nur was man kennt und liebt, das schützt man.

Urlaub und Erholung im Naturland

Wichtig ist auch die Regionalentwicklungsfunktion etwa des Nationalparkzentrums im Schloss Orth, des Unterwasserreichs in Schrems und des Wildkatzencamps in Hardegg unterstrich. Während die Jumbojets am Boden blieben, entdeckten die Menschen die heimischen Schutzgebiete. Geschätzte 4,5 Millionen BesucherInnen kamen im Vorjahr in die National- und Naturparke und den Biosphärenpark. Der Nationalpark Donau-Auen ist ein wertvolles Lebensraummosaik, ein Hotspot der Biodiversität und erfüllt eine wichtige Korridorfunktion. Derzeit wird hier das bereits siebente Gewässervernetzungsprojekt umgesetzt, das durch Beseitigung von harten Uferregulierungen eine dynamische Auenlandschaft schafft.

20 Naturparke in Ihrer Nähe

46 Gemeinden mit 400.000 Einwohnern sind an den 20 NÖ Naturparken mit 21 Naturpark-Schulen und vier –Kindergärten beteiligt. Zentrales Anliegen ist die Umweltbildung mit einem breiten Angebot vom Kleinkind bis zum Erwachsenen. Die Wahl des Naturparks Heidenreichstein zum österreichischen Naturpark 2021 und die Auszeichnung des Hochmoors Schrems mit dem diesjährigen „Neptun“-Preis im Bereich Bildung bestätigen den Weg der Naturparke.