Natur des Jahres 2022 gewählt

Viele der heuer von Naturschutz-Organisationen ausgezeichneten Pflanzen und Tiere leben im Naturland Niederösterreich.

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Der Luchs ist das Tier des Jahres 2022.

(10.01.2022/ MF) Die „Natur des Jahres“ stellt jedes Jahr verschiedene Organismen vor, um Bewusstsein für eine bestimmte Art oder einen Lebensraum zu schaffen und auf Gefährdungen aufmerksam zu machen. 2022 wurden beispielsweise der Luchs, die Barbe und die Einbeere ausgewählt.

Die „Natur des Jahres“ holt nicht nur Projekte und Arten vor den Vorhang, sondern macht auch auf die dramatischen Verluste an wertvollen Organismen und Lebensräumen aufmerksam. Hier ist jede und jeder aufgerufen, seinen Betrag zum Artenschutz zu leisten. Denn die Natur zu schätzen, heißt auch, sie mit Respekt zu behandeln. In Österreich wird die Wahl der Natur des Jahres maßgeblich vom Naturschutzbund organisiert.

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Die Barbe war früher in unseren Flüssen weit verbreitet.

Der Luchs ist Tier des Jahres 2022

Mit dem Luchs wurde die größte europäische Raubkatze zum Tier des Jahres gewählt. Verfolgung und Verlust des Lebensraumes haben den scheuen Waldbewohner zum Aussterben gebracht. Wiederansiedlungsprojekte seit den 70er-Jahren bringen ihn wieder zurück in unsere naturnahen Wälder. Im Naturland ist er etwa im Waldviertel heimisch geworden.

Fisch des Jahres 2022: Die Barbe

Mit der Ernennung zum Fisch des Jahres möchten der Österreichische Fischereiverband, die Landesfischereiverbände, das Bundesamt für Wasserwirtschaft und das Österreichische Kuratorium für Fischerei die Barbe und ihren Lebensraum ins allgemeine Bewusstsein bringen. Die Barbe war früher ein Massenfisch in unseren Flüssen. Durch die Zerschneidung der Fließgewässer, fehlende Laichplätze und ungeeignete Habitate für Jungfische sind ihre Bestände stark zurückgegangen.

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Die Einbeere wurde vom Naturschutzbund zur Blume des Jahres 2022 gewählt.

Blume des Jahres 2022: Die Vierblättrige Einbeere

Die Vierblättrige Einbeere ist eine typische Bewohnerin feuchter Laubwälder und Auen. In den Nationalparken an der Donau und im Thayatal ist sie noch häufig zu finden. Die gesamte Pflanze ist für den Menschen giftig. Vögel fressen jedoch unbeschadet die auffällige Beere und sorgen so für die Verbreitung der Samen. Mit der Wahl der Einbeere soll auf den Schutz von alten, wilden und naturnahen Wäldern als artenreichen Lebensraum aufmerksam gemacht werden.