Natur des Jahres 2021 gewählt

Viele der heuer von Naturschutz-Organisationen ausgezeichneten Pflanzen und Tiere leben im Naturland Niederösterreich.

Siebenschläfer

Der Siebenschläfer ist das Tier des Jahres 2021.

(12.01.2021) Die „Natur des Jahres“ stellt jedes Jahr verschiedene Organismen vor, um Bewusstsein für eine bestimmte Art oder einen Lebensraum zu schaffen und auf Gefährdungen aufmerksam zu machen. 2021 wurden beispielsweise der Siebenschläfer und die Äsche ausgewählt.

Die „Natur des Jahres“ holt nicht nur Projekte und Arten vor den Vorhang, sondern macht auch auf die dramatischen Verluste an wertvollen Organismen und Lebensräumen aufmerksam. Hier ist jede und jeder aufgerufen, seinen Betrag zum Artenschutz zu leisten. Denn die Natur zu schätzen, heißt auch, sie mit Respekt zu behandeln.

Der Siebenschläfer – Tier des Jahres 2021

Der Siebenschläfer ist durch den Verlust seines Lebensraums gefährdet. Besonders die Zerschneidung geeigneter Habitate durch Straßen- und Siedlungsbau sowie die Förderung von monotonen Fichtenwäldern setzen dem possierlichen Tier zu. Schon ein 50 Meter breiter gehölzfreier Streifen ist eine unüberwindliche Barriere und führt zur Isolation von Populationen. Der Erhalt von natürlichen Laubwäldern mit verschiedenen Baumarten und hohem Alt- oder Totholzanteil ist für den Siebenschläfer daher besonders wichtig.

Äsche

Die Äsche wurde zum Fisch des Jahres 2021 gewählt.

Fisch des Jahres 2021: Die Äsche

Die Bestände der Äsche nehmen in Österreich deutlich ab. Der früher weit verbreitete Fisch wird inzwischen auf der Roten Liste als gefährdet geführt. Vielerorts hat sich die Situation sogar verschärft. Ursachen für den Rückgang dieses für schnell fließende Gewässer typischen Fisches sind die fehlende Strukturierung seines Lebensraumes (z. B. durch Kiesbänke und natürliche Ufer) sowie die Zerschneidung der Flüsse durch Kraftwerke. Auch die Erwärmung der Gewässer als Folge des Klimawandels macht der Äsche zu schaffen. 

Mit der Ernennung zum „Fisch des Jahres“ möchten der Österreichische Fischereiverband, die Landesfischereiverbände, das Bundesamt für Wasserwirtschaft und das Österreichische Kuratorium für Fischerei die Äsche und ihren Lebensraum ins allgemeine Bewusstsein bringen.