Natur des Jahres 2018

Viele Arten, die heuer zur Natur des Jahres gewählt wurden, kommen in NÖ vor.

Braunbrustigel

Naturschutzorganisationen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz wählen jedes Jahr Pflanzen und Tiere zur „Natur des Jahres“. Dabei werden Arten für den gesamten deutschen Sprachraum gewählt oder unterschiedliche Arten – je nach vorherrschender Thematik – für Österreich, Deutschland und die Schweiz nominiert. Es soll zum einen zum Schutz der jeweiligen Arten angeregt und zm anderen auf die dramatischen Verluste an wertvollen Arten und Lebensräumen aufmerksam gemacht werden.

Der Igel – Tier des Jahres

Die nachtaktiven Insektenvertilger sind keine typischen Kuscheltiere, trotzdem zählt der Igel (Erinaceus europaeus) zu den beliebtesten heimischen Tierarten. Die bis zu 1,5 Kilogramm schweren Einzelgänger sind zwar mit ihren bis zu 8.000 Stacheln gegen Fressfeinde gut geschützt, im Straßenverkehr hingegen leider eine der am häufigsten getöteten Arten. Die natürlichen Lebensräume in strukturreichen Gebieten mit unterschiedlicher Vegetation gehen zunehmend verloren. Dabei weichen Igel immer häufiger in gut strukturierte Parkanlagen und Gärten aus. Von Oktober bis Mai verschläft der Igel die kalte Jahreszeit in seinem Nest in Laubhaufen oder unter Holzstößen. Der Igel ist in Österreich nicht als gefährdet eingestuft, wobei die Bestände rückläufig sind.

Der Wels - Fisch des Jahres

Der Wels (Silurus glanis) gehört mit einer durchschnittlichen Länge von bis zu 1,5 Metern zu den größten Fischen in Österreich. Mit seiner schlangenartigen Körperform, dem riesigen, mit kleinen messerscharfen Zähnen besetzten Maul und den Bartfäden ist er eine beeindruckende Erscheinung. Bei der Nahrungssuche sind Welse nicht wählerisch. Von Pflanzen über Krebse, Insekten und Fische bis hin zu Vögeln und kleinen Säugern findet alles, was zu überwältigen ist, den Weg in den Magen des Fisches. Natürliche Vorkommen finden sich in größeren Flüssen und Seen. In Niederösterreich findet sich der Wels in der March und im Bereich der Nationalparks Thayatal und Donau-Auen.

Der Langblättrige Ehrenpreis - Blume des Jahres

Die leuchtend blauen Blüten des Langblättrigen Ehrenpreis (Veronica maritima) sind bei Nektar sammelnden Insekten besonders beliebt. Mit dieser für feuchte und zeitweise auch überflutete Standorte typischen Pflanze wird auf einen der am stärksten bedrohten Lebensräume aufmerksam gemacht: die naturnahen Flussauen. Der Langblättrige Ehrenpreis ist eine ausdauernde Staude, wird bis zu 120 Zentimeter hoch und ist in Österreich vor allem in Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland verbreitet. Sie gilt als stark gefährdet.

Die Ringelblume – Heilpflanze des Jahres

Über kaum ein Heilkraut ist soviel geschrieben worden wie über die Ringelblume (Calendula officinalis). Denn die Ringelblume besitzt hervorragende wundheilende, antiseptische und blutreinigende Heileffekte. Neben ihrer heilenden Wirkung wurde sie früher von Bauern für die Wettervorhersage beobachtet. Die Ringelblume gilt als Symbol für die Unvergänglichkeit, weil sie langlebig ist und den ganzen Sommer über immer wieder blüht.

Weitere Arten des Jahres 2018

Neben den bereits vorgestellten Arten sind auch Grasfrosch und Star unter den Arten des Jahres gelandet. Aber auch weniger bekannte Vertreter wie u. a. Gestielter Tannen-SchwarzborstlingFransen-Nabelflechte, Gemeine Skorpionsfliege, Echtes Apfelmoos, Tigerschnegel, Fettspinne und Kleine Hufeisennase zählen zur „Natur des Jahres 2018“.

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