Nationalpark Thayatal ist ausgezeichnet

EUROPARC zeichnet die grenzüberscheitende Zusammenarbeit der beiden Nationalparks Thayatal und Podyjí aus.

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Die beiden Nationalparks Thayatal und Podyjí schützen zusammen 7700 Hektar der Tallandschaft der Thaya bei Hardegg.

Im grenzüberschreitenden Nationalpark Thayatal-Podyjí wird die Zusammenarbeit großgeschrieben. Grenzüberschreitende Veranstaltungen, Forschung und Monitoring, aber auch die Bekämpfung von Neophyten und Einsätze der Nationalparkwachen werden im Thayatal gemeinsam umgesetzt.

Natur kennt keine Grenzen

Naturschutzmaßnahmen dürfen nicht an der Landesgrenze enden. Anlässlich eines Treffens europäischer Schutzgebiete in Pamhagen in Burgenland hat die Föderation EUROPARC fünf grenzüberschreitenden Schutzgebieten das Transboundary Park Diplom verliehen. Die beiden Nationalparks Thayatal und Podyjí hatten dieses Zertifikat erstmals 2007 erhalten, nach einer Prüfung im September 2021 wurde nun diese Auszeichnung erneut bestätigt.

Letztes Refugium für bedrohte Arten

Die beiden Nationalparks schützen zusammen 7700 Hektar der Tallandschaft der Thaya bei Hardegg. Das Schutzgebiet ist ein Hotspot der Artenvielfalt beider Länder. Viele Arten, die anderswo bereits ausgestorben sind, haben hier ein letztes Refugium gefunden. Für Nationalparkdirektor Christian Übl und den Direktor der Nationalparkverwaltung Podyjí Tomáš Rothröckl ist die Zusammenarbeit der beiden Nationalparkverwaltung der Schlüssel für einen effizienten Schutz der Tiere, Pflanzen und Lebensräume des Thayatals.

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Auf Evaluierungsbesuch im Nationalpark: P. Vancura, L. Reiterova, T. Rothröckl, B. Kreise, Ch. Übl, D. Freudl und L. Weitschacher.

Zusammenarbeit soll weiter ausgebaut werden

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationalparks hat sich in den letzten Jahren weiter vertieft. Bei der Erstellung wichtiger Grundlagen wie den beiden Managementplänen gab es umfangreiche Abstimmungen. So ist es gelungen, mehrere grenzüberschreitende Naturschutzprojekte, Publikationen und Bildungsmaterialien umzusetzen und gemeinsame Veranstaltungen erfolgreich durchzuführen. Derzeit wird versucht, die Zusammenarbeit auf andere grenzüberschreitende Partner in der Region auszuweiten.

Für Michael Hošek, Präsident der EUROPARC Föderation, hat die Überprüfung die Entwicklung der grenzüberschreitenden Arbeit aufgezeigt und macht deutlich, dass die gemeinsame Sorge um die Natur, unabhängig von politischen Grenzen, zu einem besseren Management von Schutzgebieten führt. Das grenzüberschreitende Zertifikat der EUROPARC Föderation sollte jedoch nicht nur als Anerkennung der bisherigen Arbeit gesehen werden, sondern vielmehr als Ansporn, die Zusammenarbeit zum Wohle der Natur, Landschaft und Gemeinden in Ihrer gemeinsamen Region weiter zu verbessern.