Mit Abstand auf die Königswarte

Im Rahmen der Pflegewochen Hundsheimer Berge fand am 23. Mai 2020 eine geführte Wanderung auf die Königswarte statt.

Wanderung auf die Königswarte

Viel Interesse an der geführten Wanderung auf die Königswarte

Die  TeilnehmerInnen  der gemeinsam von Naturschutzbund NÖ, Schutzgebietsbetreuung NÖ, Energie- und Umweltagentur NÖ und der Gemeinde Berg organisierten Exkursion erwanderten unter sachkundiger Führung durch den Schutzgebietsbetreuer Mag. Thorsten Englisch und Mag. Sabine Plodek-Freimann, Regionalkoordinatorin der Schutzgebietsbetreuung im Industrieviertel, die Königswarte. Dabei erfuhren sie viel Wissenswertes über die wertvollen Trockenlebensräume und die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt des Europaschutzgebiet Hundsheimer Berge. Natürlich hielt sich die Gruppe an die Corona-Bestimmungen, vor allem an den 1 Meter Abstand zu anderen Personen.

Ein Esel als Landschaftspfleger auf der Königswarte

Esel haben die Robinie zum Fressen gern

Esel im Pflegeeinsatz

Die Gruppe begegnete auf der Wanderung auch den drei Eseln des Hundsheimer Betriebs ZiGu, die auf der Königswarte weiden – eine wichtige Managementmaßnahme, um das Zuwachsen der wertvollen Rasen zu verhindern. Die Tiere fressen austreibende Büsche, Sträucher und vor allem die Robinie. Damit verhindern die Esel, dass wertvolle Arten wie die Purpur-Königskerze durch Konkurrenz verdrängt werden und der bunt blühende Trockenrasen verschwindet.

Witwenblume mit Krabbenspinne

Eine Krabbenspinne auf einer Witwenblume

Alte Kulturlandschaft

In der Gemeinde Berg gab es noch bis in die 1960er-Jahre eine Herde mit Rindern, Schafen und Ziegen. Die Beweidung hat im Laufe der Zeit den Charakter der Wiesen auf der Königswarte wesentlich geprägt. Das Natura 2000-Management versucht durch gezielte Pflegemaßnahmen, diese Standorte in ihrer Vielfalt zu erhalten. Dazu gehören auch regelmäßige Pflegeeinsätze mit Freiwilligen aus den Gemeinden, bei denen die Trockenrasen freigeschnitten werden und neophytische Arten wie die Armenische Brombeere entfernt werden.

Managementmaßnahmen der Schutzgebietsbetreuung NÖ

Der Naturschutzbund NÖ führt im Auftrag des Landes Niederösterreich und in Zusammenarbeit mit der Energie- und Umweltagentur NÖ Managementmaßnahmen in Schutzgebieten Niederösterreichs durch. Das Projekt „Pflegewochen in den Hainburger Bergen“ wird vom Land NÖ und der EU gefördert und ist ein Beitrag zur Schutzgebietsbetreuung in Niederösterreich.