Mehr Wasser für die Donau

Das System von Nebenarmen in Spittelau wird an die Donau angebunden. Dadurch entstehen wertvolle neue Lebensräume.

Spittelauer Arm

Durch die Anbindung des Spittelauer Armes an die Donau entstehen zahlreiche neue Lebensräume für seltene Arten.

Der rund vier Kilometer lange Spittelauer Arm wurde im Zuge der Regulierungen im 19. Jahrundert vom Hauptstrom abgetrennt. Durch die zunehmende Verlandung der Gewässer gingen seltene Au-Lebensräume verloren. Nun wird der Altarm wieder mit der Donau verbunden und regelmäßig durchströmt.

Durch die Maßnahmen entstehen neue Lebensräume

In einem LIFE-Projekt werden allein im Bereich des Nationalparks Donau-Auen Nebenarme auf einer Länge von 14 Kilometern an die Donau angeschlossen. Dazu kommt der Rückbau von mehr als 4 Kilometern Verbauung. Damit bekommt der Strom wieder mehr gestalterische Kraft, wovon viele für die Au typische Arten profitieren. Seltene Fischarten wie der Frauennerfling oder der Streber und der im Spittelauer Arm brütende Seeadler finden dadurch neue Lebensräume.

Mehr Platz für Hochwasserschutz

Darüber hinaus erhält die Donau durch diese Maßnahmen mehr Platz, womit auch ein wichtiger Beitrag zum ökologischen Hochwasserschutz geleistet wird. Die durch den Rückbau gewonnenen Steinblöcke werden übrigens bei der Sanierung der Marchfeldschutzdammes wiederverwendet. Sie werden in der nur etwa 10 Kilometer entfernten Überströmstrecke bei Stopfenreuth eingebaut. Das spart Bau- und Entsorgungskosten und verringert außerdem die Schadstoffemissionen beim Transport.

Gemeinsames Projekt mit der Slowakei

Die österreichische Wasserstraßengesellschaft viadonau hat eine Vorreiterrolle in der Renaturierung großer schiffbarer Flüsse. Das aktuelle Projekt „Dynamic LIFE Lines Danube“ wird gemeinsam mit der Slowakei durchgeführt. An dem Projekt sind der Nationalpark Donau-Auen, der WWF Österreich, die slowakische NGO BROZ, die Comenius Universität in Bratislava sowie das Nationale Forstzentrum der Slowakei beteiligt. Das Land Niederösterreich und der niederösterreichische Landesfischereiverband unterstützen das Vorhaben finanziell.