Mehr Natur für unsere Flüsse

Der NÖ Landschaftsfonds unterstützt Projekte zur Renaturierung von Flüssen und Bächen im Naturland mit 2,8 Millionen Euro.

LH Stellvertreter Stephan Pernkopf

Der NÖ Landschaftsfonds nimmt 2,8 Millionen Euro für Flussrenaturierungen in die Hand.

(15.01.2021/ MF) Mit den Projekten sollen stark regulierte und verbaute Gewässer wieder zu naturnahen, ökologisch wertvollen Wasserlebensräumen umgestaltet werden. Durch die Freigabe von weiteren Mitteln können nun insgesamt Vorhaben mit einem Volumen von 2,8 Millionen Euro umgesetzt werden. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Naturnahe Gewässer haben vielfältige positive Auswirkungen auf die Region. Sie sind Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, sie verbessern die Hochwassersituation und bieten den Menschen attraktive Naherholung.“

Viele NÖ-Flüsse profitieren

In diesem Paket sind unter anderem Fischaufstiegshilfen an der Großen Tulln bei Asperhofen, Aufweitungen der Ybbs in Schönegg, Fischaufstiegshilfen an der Triesting im Bereich von Tattendorf bis Günselsdorf sowie Gewässervernetzungen und Uferrückbauten in Haslau – Regelsbrunn enthalten. Schon in den letzten Monaten wurden zusätzlich Projekte zur Gerinneaufweitung an der Url in Öhling und St. Peter in der Au und zur Revitalisierung der Zaya-Mündung bewilligt.

Ybbs bei Amstetten

So wie hier die Ybbs bei Amstetten profitieren viele Flüsse in NÖ von den Mitteln zur Renaturierung.

Fließgewässer werden ökologisch gestaltet

Mit den Fördergeldern werden Maßnahmen zur ökologischen Gestaltung von Fließgewässern umgesetzt. Dazu gehören etwa Flussaufweitungen, bei denen Regulierungen entfernt werden, um den Gewässern mehr Platz zu geben. Durch die bessere Strukturierung von Flussbett und Uferbereichen sowie durch die Verbesserung der Durchgängigkeit für Wasserlebewesen soll vor allem gefährdeten Fischarten neuer Lebensraum geschaffen werden. Die Pflanzung von Begleitvegetation hilft die zunehmende Erwärmung unserer Gewässer zu vermeiden.

Klimawandelanpassung und Hochwasserschutz

Zudem verhindern die Maßnahmen ein zu schnelles Abfließen des Wassers und halten es damit in der Landschaft. Das ist in Zeiten des Klimawandels eine wichtige Anpassungsmaßnahme. "Einerseits werden dadurch Wasserreserven im Boden für Trockenperioden geschaffen, zum anderen wird das Wasser bei extremen Niederschlagsereignissen besser in der Landschaft gehalten und dadurch Hochwassersituationen vermieden", meint Stephan Pernkopf.