Luftqualität in NÖ wird besser

Seit 2005 hat sich die Belastung der Luft mit Feinstaub um 50 Prozent reduziert.

Dichter Verkehr mit hoher Feinstaubbelastung

Der Verkehr ist der Hauptverursacher von Stickoxid und Feinstaub in der Luft.

(12.01.2021/ MF) Die Luft in Niederösterreich wird immer besser. Die Bilanz für 2020 zeigt ein hervorragendes Bild der Luftqualität, die von zahlreichen Messstellen im ganzen Land rund um die Uhr überwacht wird. Bereits zum achten Mal in Folge liegt Niederösterreich weit unter dem Grenzwert.

Werte für Feinstaub und Stickoxid sinken

Generell gibt es in Niederösterreich bei den Emissionen von Feinstaub und Stickoxiden einen rückläufigen Trend. Laut der aktuellen österreichischen Luftschadstoff-Inventur für 2020 haben sich die Feinstaubemissionen von 2017 auf 2018 um 4,8 Prozent und der Ausstoß von Stickoxiden um 7,2 Prozent verringert. Grund für die Verbesserung sind die Auswirkungen der strengen gesetzlichen Vorgaben.

Strenge Gesetze zeigen Wirkung

Besonders im mehrjährigen Vergleich zeigen sich massive Reduktionen. Hier hat sich der Feinstaub seit 2005 um 44,8 Prozent verringert, die Konzentration der Stickoxide um 36,8 Prozent. Die Luft in Niederösterreich wird immer sauberer. Die strengen österreichischen Grenzwerte wurden sowohl beim Feinstaub als auch beim Stickstoffdioxid eingehalten. Seit 2005 konnte die Feinstaubbelastung somit fast halbiert werden.

Feinstaub kann die Atemwege schädigen

Beim Feinstaub PM10 sank der Mittelwert von 17 μg/m³ im Jahr 2019 auf 16 μg/m³ im Jahr 2020. Feinstaub PM10 enthält 50 Prozent der Teilchen mit einem Durchmesser von 10 Mikrometer, das sind 0,01 Millimeter. Partikel dieser Größe können bis tief in die Lunge gelangen und so zu gesundheitlichen Problemen führen. Beim Stickstoffdioxid, dessen Hauptverursacher der Verkehr ist, kann eine noch höhere Reduktion zum Vorjahreswert festgestellt werden. Lag der NO2-Mittelwert 2019 bei 14 μg/m³, so waren es 2020 nur mehr 12 μg/m³. Die bundesweiten Grenzwerte liegen für PM10-Feinstaub bei 40 μg/m³ und bei NO2 bei 35 μg/m³.

Lockdown ist gut für die Luft

Auch die Auswirkungen der Lockdowns im Jahr 2020 spiegeln sich in den Zahlen wider. Alleine in St. Pölten sank der Mittelwert für Stickstoffdioxid in den Kalenderwochen 10 bis 17 im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent von 27 auf nur 21 μg/m³. Noch deutlicher ist der Rückgang bei den Stickoxiden. Ein Rückgang von 47 auf 34 μg/m³ entspricht einer Reduktion um 28 Prozent. Bei Feinstaub konnte hingegen keine Reduktion beobachtet werden, was unter anderem auf die meteorologischen Verhältnisse und einen Feinstaubimport von Wüstensand zurückzuführen ist.