Lebensadern des Landes

Niederösterreich ist ein wasserreiches Land. Flüsse und Bäche mit einer Gesamtlänge von rund 25.000 Kilometern stellen Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten dar.

Kinder mit einem Sterlet beim Aussetzen in die Donau

In Rührsdorf wurden gezüchtete Sterlets in der Donau ausgesetzt.

Allein unter den Fischen sind es 61 Arten, die sich in den heimischen Fließgewässern tummeln. Damit weist Niederösterreich bundesweit die höchste Artenvielfalt bei dieser Tiergruppe auf. Das war nicht immer so. Um die heimischen Gewässer als wichtige Ökosysteme zu erhalten, wurden in den letzten Jahren rund 190 Schutzprojekte umgesetzt. Fischwanderhilfen wurden errichtet, harte Uferverbauungen entfernt und monotone Gerinne in natürliche Fließstrecken zurückverwandelt. Mehr als 100 Millionen Euro flossen in den vergangenen Jahren in die Erhaltung unserer Bäche und Flüsse.

Geben wir unseren Flüssen ein Stück Natur

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont den Mehrfachnutzen gewässerökologischer Projekte: „Indem wir unseren Flüssen wieder ein Stück Natur zurückgeben und sie aus ihrem Korsett befreien, leisten wir einen großen Beitrag für die Artenvielfalt im Naturland Niederösterreich. Gleichzeitig entstehen attraktive Naherholungsgebiete und auch die Hochwassersituation kann spürbar entschärft werden.“

Gerade im Gewässerschutz konnten mit Projekten aus dem EU-Programm LIFE Meilensteine gesetzt werden. Kurz vor dem Abschluss steht das Projekt an der Unteren March. Hier wurden die Mündungsstrecke renaturiert, Nebenarme im Bereich von Angern und Marchegg an den Hauptfluss angebunden und der Stempfelbach ökologisch integriert.

Meilensteine bei der Gewässersanierung

Im Mittelpunkt der LIFE-Projekte steht naturgemäß die Donau mit ihren Nebenflüssen. Bei Rossatz wurde im Rahmen von „Auenwildnis Donau“ ein bestehender Nebenarm verbreitert und ein weiterer Nebenarm neu geschaffen und wieder mit dem Strom verbunden. Zum Schutz der Auenlandschaft soll ein Naturschutzgebiet geschaffen werden, in dem unter anderem der Seeadler wieder heimisch werden soll.

Im Bereich der Wachau und des Nationalparks Donau-Auen widmet sich ein Projekt der Universität für Bodenkultur in Wien der letzten in Österreich heimischen Störart. Das Ziel des Projektes ist es, den Wildbestand des Sterlets zu stärken und wieder gesunde, selbsterhaltende Populationen zu etablieren. Bisher wurden rund 75.000 Jungfische aus Aufzuchtanlagen ausgewildert.

Niederösterreich ist Vorreiter beim Gewässerschutz

Neben den LIFE-Projekten laufen derzeit auch eine Reihe weiterer Maßnahmen. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Die Projekte dienen die Wiederherstellung der Durchgängigkeit des Fischlebensraums sowie die Verbesserung der Gewässerstruktur. Niederösterreichs Bäche und Flüsse sollen wieder zu einem Hotspot der Artenvielfalt werden.“

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen