Kräuter, Sträucher und Vögel

Das traditionelle Kräuterfest lockte über 300 BesucherInnen in den Nationalpark Thayatal.

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Kräuterpfarrer Benedikt und Helga Donnerbauer begeisterten die Gäste bei der gemeinsamen Kräuterwanderung.

Es gab ein buntes Programm rund um die Vielfalt der Kräuter, wo Groß und Klein auf ihre Kosten kamen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Unter diesem Motto startete eine Gruppe mit einem morgendlichen Kräuterrundgang mit Kräuterhexe Helga Donnerbauer. Früh ging es durch den Nationalparkwald, wo sie die TeilnehmerInnen mit ihren unterhaltsamen Geschichten über Kräuter unterhielt. Zentraler Punkt des Festes war die Feldmesse mit Kräuterpfarrer Benedikt Felsner und anschließender Weihe der Kräutersträuße. Begleitet wurde die Messe vom Hardegger Pfarrer Stanislaw Michal Milczanowski sowie musikalisch durch die Singgruppe Hardegg.

Delikatessen und Heilmittel am Wegesrand

Bei zwei Kräutervorträgen wurden die Gäste mit Spezialwissen über Pflanzen versorgt. Petra Regner-Haindl gab mit „Delikatessen am Wegesrand“ einen umfassenden Überblick über wilde Kochideen mit heimischen Wildpflanzen. Petras Favorit ist die Knoblauchsrauke, die als milde Alternative zum Bärlauch in Aufstrichen und Salaten verwendet werden kann. „Wermut, Beifuß und Co“ war das Thema von Barbara Obmann. Die Kräuterpädagogin und TEM-Praktikerin berichtete über die heilenden Eigenschaften der Pflanzen und es wurde gemeinsam geräuchert und verkostet.

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Bei zwei Kräutervorträgen wurden die Gäste mit Spezialwissen über Pflanzen versorgt.

Von den Vögeln lernen

Kräuterpfarrer Benedikt und Helga Donnerbauer begeisterten die Gäste bei der gemeinsamen Kräuterwanderung über Kräuter, Sträucher und ihre Vögel. Menschen sollten von den Vögeln lernen und wieder mehr im Jahreszyklus leben und genau das zu nehmen, was die Natur gerade hergibt. Die Natur und deren Dienstleistungen zu würdigen ist ein wichtiger Schritt, um mehr Wert für den Schutz der Natur zu etablieren. Johannes Hohenegger, Vogelexperte und Mitglied bei Birdlife, erklärte anhand des Nationalpark Thayatals, wie wichtig ein artenreicher Wald für das Überleben von Vögeln ist. Vor allem Zugvögel benötigen an ihrem Rastplatz eine Auswahl an Nahrung, die vermehrt in vielfältigen und naturnahen Landschaften zu finden ist.

Buntes Rahmenprogramm

Kulinarische Genüsse vom Nationalparkwirten Gerhard Dollberger in Zusammenarbeit mit Martin Schadn sowie die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten beim Wabenhof, dem Schreidlhof, dem Biohof Schäffer und Sabines Kräutertausch rundeten das Angebot ab. Garteninteressierte kamen bei der Beratung durch Natur im Garten voll auf Ihre Kosten. Bei der Kinderstation wurden fleißig Kräuter gesammelt und kreative Zeichnungen aus Pflanzentinte gezaubert.