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Ist „Guerilla gardening“ erlaubt?

Grundsätzlich nur mit Einwilligung der Grundbesitzer. Auf naturschutzrechtlich geschützten Flächen ist es nicht erlaubt.

Guerilla Gardening ist ein neuer Trend

Unser Naturland-Tipp

Der Frühling steht vor der Tür und damit der Drang der Menschen hinaus ins Grüne. Doch gerade in Großstädten ist das nächste Stück Natur oft kilometerweit entfernt. „Guerilla gardening“ bietet eine neue Möglichkeit, die grauen Flecken der Stadt zu bepflanzen und damit gleichzeitig einen Schritt in die Selbstversorgung zu setzen.

„Guerilla gardening“ kommt ursprünglich aus Amerika. Die heimliche Aussaat von Pflanzen in Baulücken war in den 70er Jahren ein subtiles Zeichen politischen Protests und zivilen Ungehorsams. Mittlerweile hat es sich zu einer Form des städtischen Gärtnerns  entwickelt. Neben der Verschönerung von Brachflächen und tristen Stadtteilen dient es auch der Produktion von Nahrungsmitteln.

„Urban gardening“ ist ein Trend, der sich auch in Österreich steigender Beliebtheit erfreut. So gibt es in Niederösterreich mit Korneuburg die erste „essbare Stadt“ Österreichs. Das Projekt wurde mit Unterstützung der beiden Initiativen „So schmeckt Niederösterreich“ und „Natur im Garten“ umgesetzt. Der Schwerpunkt von „Guerilla gardening“ liegt allerdings hierzulande in der Großstadt Wien. 2007 machte das Projekt Gartenpolylog im Huberpark in Ottakring den Anfang. Die Stadt Wien fördert seit 2010 die Anlage und den Betrieb von Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgärten unter dem weniger martialischen Titel „gemeinsam garteln“. Nach dem Vorbild von Metropolen wie Paris, London und New York sind die Projekte nicht nur eine Bereicherung für die Grünflächen in den Bezirken, sondern fördern auch das Miteinander und die Nachbarschaft. In ersten Ansätzen gibt es urbanes Gärtnern auch in Linz und Salzburg.

Das sagt das Gesetz

Die Bepflanzung von Flächen (egal ob im privaten oder im öffentlichen Besitz) setzt grundsätzlich die Zustimmung der Grundbesitzerin/des Grundbesitzers voraus. Unerlaubtes Betreten oder Bearbeiten kann als Besitzstörung und Sachbeschädigung geahndet werden. Das Einholen einer Zustimmung ist daher unbedingt zu empfehlen. Im öffentlichen Raum reicht oft schon ein Kontakt mit Gemeinde oder Stadtverwaltung. In vielen Fällen werden die Kommunen einem Vorschlag zum „Guerilla gardening“ positiv gegenüber stehen. Nicht erlaubt ist das Bepflanzen von Flächen in Bereichen, die naturschutzrechtlich geschützt sind, also z.B. in Nationalparks oder Naturschutzgebieten.

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