Menübild Knigge

Darf ich im Naturland ein Lagerfeuer machen?

Lager- und Grillfeuern sind erlaubt, wenn eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sind.

Das sagt das Gesetz

Im Bundesluftreinhaltegesetz (BGBl. I Nr. 137/ 2002) ist das punktuelle und flächenhafte Verbrennen von biogenem Material zwar verboten, für Lager- und Grillfeuer besteht jedoch eine Ausnahme. Lagerfeuer dürfen aber nur mit trockenem, unbehandeltem Holz oder mit Holzkohle beschickt werden. Auch im NÖ Feuerwehrgesetz ist das punktuelle und flächenhafte Verbrennen im Freien verboten, wobei ähnliche Ausnahmen wie beim Bundesluftreinhaltegesetz bestehen.

Generell verboten ist das Entzünden von Feuer hingegen im Wald (§ 40 Forstgesetz) oder auch in Waldnähe, wenn Verhältnisse herrschen, die eine Ausbreitung eines Waldbrandes begünstigen. Dazu gehören etwa starker Wind oder große Trockenheit.

Verboten ist außerdem das Verbrennen von Abfällen jeglicher Art. Dazu gehören alle pflanzlichen Abfälle aus Haus und Garten, aber auch jedes Holz, das nicht naturbelassen ist. Das Verbrennen von Brettern, Holzpfosten oder Bahnschwellen ist somit nicht erlaubt.

Unser Naturland-Tipp

Auch wenn ein Lagerfeuer nicht ausdrücklich verboten ist, sollte man vorher einige Punkte beachten. Private GrundbesitzerInnen müssen immer um ihr Einverständnis gefragt werden. Aber auch bei öffentlichen Flächen sollte man unbedingt vorher bei der zuständigen Gemeinde nachfragen. Bei bestimmten Wetterlagen, wie etwa starkem Wind oder lang anhaltender Trockenheit, empfiehlt es sich dringend, Kontakt mit der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft oder der örtlichen Feuerwehr aufzunehmen.

Für die Feuerstelle empfehlen sich kiesige oder sandige Stellen, als Brennmaterial ist ausschließlich trockenes unbehandeltes Holz oder Holzkohle zulässig. Verwenden Sie unter keinen Umständen Brandbeschleuniger und überzeugen Sie sich beim Verlassen der Feuerstelle davon, dass alle Glutnester gelöscht sind. Wenn Sie das Gefühl haben, dass das Feuer außer Kontrolle gerät, alarmieren Sie umgehend die Feuerwehr.

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen