Ist das Sammeln von Pilzen im Wald erlaubt?

Ja, bis 2 kg - außer bei Verbotsschildern oder in einem Schutzgebiet mit besonderen Bestimmungen.

Unser Naturland-Tipp:

In geschützten Gebieten wie Nationalparks, Naturschutzgebieten und Co kann das Pilze sammeln beschränkt oder verboten sein. Grundsätzlich sollten sich SchwammerlsucherInnen vorab informieren, ob das „angestrebte Gebiet“ in einem Schutzgebiet liegt und es möglicherweise Sonderbestimmungen gibt.

Hier finden Sie alle Informationen zu den NÖ Schutzgebieten und zugehörige Kontaktadressen.

Pilze sammeln ist in den Kernzonen des Biosphärenpark Wienerwald verboten, um eine ungestörte Entwicklung der „Urwälder von morgen“ zu ermöglichen. Die Kernzonen sind beschildert und als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Im restlichen Biosphärenpark Wienerwald dürfen bis zu 2 kg Schwammerln pro Person und Tag gesammelt werden.

Im Nationalpark Donau-Auen gilt ein Wegegebot – man darf die Wege nicht verlassen. Wenn man dieses einhält, ist das Sammeln von Naturmaterialien wie eben auch Pilzen für den Eigenbedarf erlaubt – grundsätzlich wird aber um Unterlassung gebeten.

Im Nationalpark Thayatal ist das Pilze sammeln generell untersagt.

Im Wildnisgebiet Dürrenstein müssen die BesucherInnen auf den Wegen bleiben und dürfen keinerlei Pflanzen mitnehmen – Pilze sammeln ist also nicht erlaubt.

Das sagt das Gesetz:

In privaten Wäldern gehören die „Früchte des Grundes“ – also auch die Pilze – dem jeweiligen Waldeigentümer oder der Waldeigentümerin (lt. ABGB). Diese/r kann durch das Aufstellen von Hinweistafeln das Pilze sammeln verbieten oder beschränken.

Wenn dies nicht der Fall ist, ist das Sammeln von Pilzen für den Eigenbedarf – also bis zu einer Menge von 2 kg pro Tag und Person – erlaubt (lt. Forstgesetz). In geschützten Gebieten kann das Pilze sammeln beschränkt oder verboten sein.

Generell gilt: Geschützte Arten dürfen nicht gepflückt werden.

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