Jugendumfrage zu Umwelt & Klima

Rechtzeitig zu Schulbeginn wurde die Einstellung der Jugendlichen zu Klima, Energie und Natur abgefragt.

Umweltschutz

Die Umfrage mit mehr als 3.000 retournierten Fragebögen aus der sechsten, neunten und zwölften Schulstufe brachte einzigartige Erkenntnisse.

Die Umfrage mit mehr als 3.000 retournierten Fragebögen aus der sechsten, neunten und zwölften Schulstufe brachte einzigartige Erkenntnisse. Auf Basis spontaner Assoziationen haben die Jugendlichen verschiedene Fragen zu Themenkreisen beantwortet.

Klimawandel als Bedrohung für die Jugend

Dabei wurde etwa der Klimawandel als einigermaßen negativ, die Themen Energie mit 2,3 und Natur mit 2,6 auf einer dreiteiligen Skala durchaus positiv bewertet. Ab der sechsten Schulstufe wird die Bedrohung durch den Klimawandel zunehmend erkannt. Dabei scheinen Mädchen sensibler für die Bedrohung der Natur zu sein, während sich Burschen mehr für die technischen Vorgänge interessieren.

Wissen über Natur am schwächsten

In Bezug auf das Wissen in den Bereichen Natur, Lebensmittel sowie Klima und Energie zeigt sich, dass die Wissensfragen bei Klima und Energie am besten, bei Lebensmitteln mittelmäßig und bei Natur am schwächsten beantwortet wurden. So wissen 82 Prozent, dass es in Österreich keine Atomkraft gibt und 76 Prozent verstehen, was Biomasse ist. 97 Prozent wissen, woraus Ketchup hergestellt wird, aber nur 23 Prozent, dass Hühner nur bis zu ein Ei pro Tag legen.

Bewusstsein für nachhaltiges Handeln muss noch steigen

An naturnahen und klimagerechten Aktivitäten haben sich die Mülltrennung, das Verwenden wieder befüllbarer Trinkflaschen und das Vermeiden unnötigen Licht-Brennen-Lassens bereits sehr stark durchgesetzt, während Müllvermeidung, das Nicht-Verwenden von Wegwerf-Plastiksackerln und ein vermehrter Einkauf in regionalen Geschäften noch mehr bewusst gemacht werden sollten.

Was Hänschen nicht lernt…

Die Umfrage kommt zu dem Schluss, dass Wissen zwar mit der Schulstufe steigt, umgekehrt das entsprechende Verhalten aber abnimmt. Es gilt also, das erworbene Wissen auch stärker auf das eigene Verhalten umzulegen. Dabei wäre es wichtig, das Verhalten nicht von oben zu diktieren, sondern gemeinsam mit den Jugendlichen in einem Motivationsprozess zu erarbeiten.

Naturparke

Die 20 niederösterreichischen Naturparke sind ein wichtiger Pfeiler der Naturvermittlung im Land.

Breites Vermittlungsangebot in Niederösterreich

In Niederösterreich sollen die Natur- und Umweltbildungsangebote ausgebaut werden, um die Zusammenhänge zwischen Natur, Landwirtschaft und Lebensmittel noch besser zu erklären. Schon jetzt begrüßt das Wildkatzencamp im Nationalpark Thayathal jährlich 60.000 BesucherInnen mit 3.000 Nächtigungen durch Schulklassen. Das Junior-Ranger-Programm im Nationalpark Donau-Auen und nicht zuletzt das im Entstehen befindliche Haus der Wildnis im Lunz am See bieten speziell für diese Zielgruppe ein reiches Angebot.

Naturparke sind wichtige Naturvermittler

Die Angebote der 20 Naturparke zwischen dem Wildpark Geras, dem Unterwasserreich in Schrems, dem Naturpark Sparbach und der Ötscherbasis Wienerbruck sind wichtiger Bestandteil der NÖ Naturvermittlung. Die Exkursions- und Schulangebote in den Natur- und Nationalparken werden jährlich von 50.000 Schülern genutzt. Dazu kommen noch 21 eigene Naturpark-Schulen, wo direkt in der Natur gelehrt und gelernt wird. Insgesamt werden mit den Angeboten im Natur- und Umweltbereich jährlich 100.000 Jugendliche erreicht.