Jugend für die Natur

Seit 10 Jahren arbeiten Alpenverein und Verein Welterbe-Gemeinden für die Pflege der Wachau.

Wachau Volunteers

Die jungen Freiwilligen pflegten wertvolle Trockenrasen im Weltkulturerbe Wachau.

Regelmäßig werden Freiwillige für die Pflege der UNESCO-Welterbe-Landschaft mobilisiert. Auch diesen Sommer arbeiteten die Volunteers mit Unterstützung der Gemeinden an der Erhaltung der wertvollen Trockenrasen. Dieses Jahr hat die Region großes zu feiern, da die Wachau seit 20 Jahren Weltkulturerbe ist.

Einzigartige und sensible Kulturlandschaft

Aus ehemaligen Hutweiden, die früher von Rindern, Schafen und Ziegen beweidet wurden, entstanden einzigartige, aber auch sensible Kulturlandschaften. Durch die nicht mehr vorhandene Viehbewirtschaftung drohen diese Flächen zu verbuschen, wodurch wertvolle Lebensräume verloren gehen.

Händische Arbeit ist notwendig

Auf den Trockenrasen wachsen bis zu 300 Pflanzenarten, darunter seltene Orchideen. Außerdem bieten sie rund 100 verschiedenen Tagfaltern einen Lebensraum. Auch eine der größten heimischen Insektenarten, die Sägeschrecke, kommt hier vor. Die Freiwilligen konnten die seltene Art viermal entdecken. Um diese Vielfalt zu bewahren muss jedoch händisch gearbeitet werden.

Sägeschrecke

Die seltene Sägeschrecke ist die größte heimische Insektenart.

Drei Hektar in einer Woche gepflegt

Die 15 Freiwilligen mähten, rechten und entbuschten unter der fachkundigen Anleitung von Projektleiter Hannes Seehofer und Camp-Leiter Valentin Lichtenberger. Somit wurden in knapp einer Woche zehn Flächen mit insgesamt drei Hektar in den Gemeinden Mühldorf, Rossatz-Arnsdorf und Spitz bearbeitet. In der zweiten Woche führte der Einsatz die Freiwilligen in den Nationalpark Thayatal, wo sie sich ebenfalls der Erhaltung der Natur widmeten.

Kooperation zwischen Großschutzgebieten

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Volunteer-Projekts ist der Austausch von ökologischem und kulturellem Wissen sowie das Kennenlernen regionaler Spezialitäten. Exkursionen führten zur Ruine Hinterhaus, ins Stift Göttweig und nach Krems. Dieses Kooperationsprojekt zwischen den Nationalparken Donau-Auen und Thayatal, dem Welterbe Wachau, dem Biosphärenpark Wienerwald und dem Wildnisgebiet Dürrenstein findet bereits seit mehreren Jahren statt.