Im Einsatz für die Natur

Das Arbeiten für Umwelt und Natur steht bei Jugendlichen hoch im Kurs. Wer in den Umweltbereich hineinschnuppern möchte, hat mit der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP die Möglichkeit dazu.

Das freiwillige Umweltjahr (FUJ) bietet die Chance, sich für sechs oder zwölf Monate im Umwelt-, Naturschutz- oder Nachhaltigkeitsbereich zu engagieren. Gerade Jugendliche, die noch nicht genau wissen, wohin der berufliche Weg gehen soll, können hier wertvolle Erfahrungen und Qualifikationen sammeln. "Das freiwillige Umweltjahr ist für junge Niederösterreicher und Niederösterreicherinnen eine tolle Möglichkeit, um die Natur in Niederösterreich besser kennenzulernen und sich dabei auch beruflich zu orientieren. Was viele nicht wissen: Auch der Zivildienst kann in diesem Bereich geleistet werden", weiß LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Unter den mehr als 40 Einsatzstellen sind renommierte Organisationen wie BirdLife Österreich, die Naturfreunde oder das Klimabündnis, aber auch die Universität für Bodenkultur in Wien oder National- und Naturparke. Derzeit arbeiten in den Naturparken Jauerling-Wachau und Purkersdorf insgesamt drei Jugendliche bei Projekten mit.

Ein Jahr für die Umwelt

Die Voraussetzungen für das FUJ sind das vollendete 18. Lebensjahr, Interesse an der Thematik und ein ärztliches Attest über die psychische und physische Belastbarkeit für den jeweiligen Einsatz. Die Bereiche, in denen man aktiv werden kann, reichen von Natur- und Artenschutz, ökologischer Landwirtschaft und Tierschutz bis zu Entwicklungszusammenarbeit und erneuerbaren Energien.
Neben den Vorteilen für das bevorstehende Berufsleben bekommen die TeilnehmerInnen noch weitere Leistungen geboten: 240 Euro Taschengeld im Monat zusätzlich zur Familienbeihilfe, Verpflegung und bei Bedarf auch Unterkunft, Netzkarte und ÖBB-Vorteilscard sowie Unfall-, Kranken-, Pensions- und Haftpflichtversicherung. Das freiwillige Umweltjahr wird übrigens auch als Ersatz für den Zivildienst angerechnet.

Naturschutz aktiv

Eine lange Tradition hat die Mitarbeit von Freiwilligen in den NÖ Naturschutzgebieten. Im Nationalpark Donau-Auen wurden im letzten Jahr von mehr als 300 TeilnehmerInnen über 2.000 Stunden geleistet. Die Aktiven kamen von Schulen und Fischereivereinen, dem Alpenverein und dem WWF, der Freiwilligenorganisation Service Civil International (SCI), aber auch von Firmen wie der OMV. Zu den Tätigkeiten zählten der Abtransport alter Flussbausteine, das Sammeln von Schwemmmüll an den Ufern, die Wald- und Wegepflege, die Förderung von Reptilien-Habitaten, die Reduktion von gebietsfremden Pflanzenarten sowie die Hilfe bei der Wieder-Ansiedelung des seltenen Zwerg-Rohrkolbens. Auf die Unterstützung von Freiwilligen können aber auch der Biosphärenpark Wienerwald, der Arbeitskreis Wachau und die NÖ Naturparke zählen.

Umwelt-Jugend-Plattform

JUMP ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der Jugendlichen eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet, im Umweltbereich mitzuarbeiten. Veranstaltungen, Seminare und Publikationen sind dabei wertvolle Wegweiser, um sich zu orientieren, weiterzubilden und selbst aktiv zu werden. Der 2011 gegründete Verein spricht Menschen ab 16 Jahren an und ist in ganz Österreich tätig.

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