Haus der Wildnis eröffnet

Neues BesucherInnen-Zentrum bringt das Wildnisgebiet Dürrenstein einem breiten Publikum näher.

Eröffnung des Hauses der Wildnis

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Direktor Christoph Leditznig, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Josef Schachner nahmen die Eröffnung des Hauses der Wildnis vor.

(25.05.21/ MF) Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf nahmen am Tag der Artenvielfalt gemeinsam mit Bürgermeister Josef Schachner, Direktor Christoph Leditznig, Bundesforste-Vorstand Rudolf Freidhager, Umweltdachverband-Ehrenpräsident Gerhard Heilingbrunner und Bischof Alois Schwarz in kleinem Rahmen und via Livestream vor 500 Personen die Eröffnung vor.

Haus der Wildnis soll Natur erlebbar machen

Das Interesse am Wildnisgebiet ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Der Zutritt zum Wildnisgebiet ist aufgrund des Schutzstatus jedoch nur in sehr beschränktem Ausmaß möglich. Um diese sehr sensiblen Lebensräume und ihre seltenen Tier- und Pflanzenarten nicht zu gefährden, darf nur eine begrenzte Anzahl an geführten Exkursionen im Gebiet stattfinden. Mit dem neuen Zentrum in Lunz soll dieses einzigartige Stück Natur für alle erlebbar gemacht werden. Die moderne und interaktiv gestaltete Ausstellung macht die komplexen Zusammenhänge in der Natur und deren Einzigartigkeit für alle zugänglich.

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Das Haus der Wildnis wurde von den Architekten Maurer und Partner geplant und durch private Sponsoren und öffentliche Gelder finanziert.

Natur ist zum Rückzugsort geworden

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf unterstrich, dass die letzten Monate gezeigt haben, dass die Natur ein wichtiger Rückzugsort ist. "Wir wollen diese unberührte Natur für alle Zeiten schützen und für die Nachwelt bewahren. Die Sehnsucht für die Ursprünglichkeit der Natur ist durch die Pandemie noch weiter gestiegen. Mit dem Wildnisgebiet haben wir dafür ein Juwel von internationalem Rang, das mit dem Haus der Wildnis erstmals für alle erlebbar wird. Zudem ist dieses Zentrum ein perfektes Beispiel für eine gelungene Ortskernbelebung und erfolgreiche Regionalentwicklung", so Pernkopf.

Private Sponsoren und öffentliche Hand investieren

Insgesamt wurden rund sechs Millionen Euro investiert. Davon wurden zweieinhalb Millionen Euro durch private Sponsoren aufgebracht. Den Rest finanzieren Gemeinde, Land, Bund und Europäische Union. Die Ausstellung ist Urwald, Wildnis und Wasser der Region gewidmet und eine Mischung aus modernen Medien, Virtual Reality, interaktiven Stationen und Informationen zum Vertiefen. So machen ein großes Geländemodell in Kombination mit Filmen das Wildnisgebiet erlebbar. Ein Emotionsraum zeigt die vier Jahreszeiten im Urwald. Zwei Aquarien und ein Bohrkern demonstrieren die Auswirkungen des Klimawandels auf den Lunzer See. Am 4. und 5. September 2021 wird das ursprünglich für die Eröffnung geplante Regionsfest nachgeholt.