Gipfeltreffen der NÖ Gemeinden

Über 1.000 GemeindevertreterInnen haben am Energie- und Umwelt-Gemeindetag 2022 in Grafenegg teilgenommen.

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LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Moderatorin Kristina Sprenger.

Ein Großteil der Gemeinden des Landes waren beim Energie- und Umwelt-Gemeindetag 2022 der Einladung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf gefolgt. Neben der Sicherheit der Energieversorgung und der Sorge um die steigenden Energiepreise stand das Engagement der Gemeinden für Umwelt und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt.

Gemeinden sind Triebfedern beim Klimaschutz

„Unsere Gemeinden sind bei den Klimazielen voll auf Kurs. 150 Gemeinden wurden als Pioniergemeinde dafür ausgezeichnet, dass im vergangenen Jahr besonders viele Öl- und Gasheizungen auf erneuerbare Alternativen umgestellt wurden“, so Pernkopf. Wie jedes Jahr wurden auch die energieeffizientesten Gemeinden ausgezeichnet. „So bekam Großschönau sensationelle 5 „e“, Mank, Echsenbach, Oberwaltersdorf, Hafnerbach, Wolkersdorf, Ernstbrunn und Leobersdorf erhielten 4 „e“ und 3 „e“ gingen an Euratsfeld und Laa an der Thaya", so der LH-Stellvertreter.

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Die Gemeinde Leitzersdorf hat unter anderem eine neue Allee im Ortszentrum gepflanzt.

Der Baum als Klimaretter

Bei einer Impulsgruppe beim Gemeindetag 2022 in Grafenegg stand der Baum im öffentlichen Raum im Mittelpunkt. Warum hat der Wald direkten Einfluss auf das Klima und wie beeinflussen sich Ökosystem und Klima? Die vier Impulsreferate mit renommierten Expertinnen und Experten gaben den rund 80 TeilnehmerInnen der Impulsgruppe Antworten auf diese und viele andere Fragen.

Der Wald der Klimazukunft

Unter diesem Titel widmete sich der Forstdirektor der NÖ Landwirtschaftskammer Werner Löffler der nachhaltigen Waldbewirtschaftung in Niederösterreich, dem Einfluss des Klimawandels auf den Wald und Empfehlungen für zukünftiges waldbauliches Handeln. Anstelle der immer häufiger unter Klimastress kommenden Fichte plädierte er für das Einbringen von Mischbaumarten und für die Naturverjüngung im Wald.

Alte Bäume sind wichtig für den Klimaschutz

Die Leistungen speziell alter Bäume rückte NÖ Umweltanwalt Thomas Hansmann ins rechte Licht. Neben Abkühlung durch Verdunstung, Schattenwirkung, Erholung, Verminderung von Staub und wesentlichen Naturschutzfunktionen ist vor allem die klimarelevante Wirkung wichtig. Eine alte Buche entspricht etwa der klimarelevanten Wirkung von 6.000 jungen Buchen. Mit der Baumkonvention soll nun ein neuer Anlauf für eine Novellierung der veralteten Baumhaftungsregelung gestartet werden.

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Bei der Impulsgruppe Wald stand die Rolle des Waldes für den Klimaschutz im Mittelpunkt.

Der Baum im öffentlichen Raum

Petra Hirner von der Initiative "Natur im Garten" stellte mit dem „Baumnavigator“ ein Instrument vor, den klimafitten Zukunftsbaum zu finden. Bäume im öffentlichen Raum müssen tolerant gegen Trockenheit, Hitze und Frost sein. Sie sollen aber auch wenig anfällig gegen Krankheiten und Schädlinge sein und geringe Ansprüche an ihren Standort stellen. Helfen soll dabei der Baumnavigator. Was eine Gemeinde zur Baumförderung tun kann, stellte zum Abschluss die Bürgermeisterin von Leitzersdorf Sabine Hopf vor. Dazu gehören das Anlegen einer neuen Allee im Ortszentrum, die Gestaltung eines Baumlehrpfades und die Verwendung von Gießsäcken.

Alle Präsentationen der Impulsgruppe gibt es hier zum Nachlesen