Frischer Wind im Nationalpark Donau-Auen

Edith Klauser wurde zur ersten Nationalparkdirektorin Österreichs bestellt - eine Aufgabe mit vielen Herausforderungen.

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Der Nationalpark Donau-Auen bewahrt auf 9.600 Hektar Fläche die letzte große Flussauen-Landschaft Mitteleuropas.

Edith Klauser ist mit Beschluss der Generalversammlung zur Direktorin des Nationalparks Donau-Auen bestellt worden und folgt damit auf Carl Manzano. Klauser wird damit ab 1. Februar 2019 die 1. Nationalparkdirektorin Österreichs.

„Mit Edith Klauser wird eine Expertin den Nationalpark Donau-Auen leiten. Sie ist nicht nur Garantin für eine erfolgreiche Weiterentwicklung dieses österreichischen Naturjuwels, sondern steht gleichsam auch für Innovationsgeist und Naturverbundenheit. Nicht zuletzt zeichnet sie sich durch umfangreiche Fachkenntnisse aus und kann dabei auf ein dichtes nationales und internationales Netzwerk zurückgreifen“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Im Einsatz für die Natur

Das Studium hat Edith Klauser an die Universität für Bodenkultur nach Wien und in diesen Jahren auch oftmals in die Donau-Auen geführt. Schon in dieser Zeit hat sie den künftig unter ihrer Leitung stehenden Nationalpark kennen und schätzen gelernt. Ihre breite naturwissenschaftliche Ausbildung in den Bereichen Botanik, Zoologie und Hydrobiologie in Kombination mit fundierten Kenntnissen in Betriebswirtschaft und Umweltmanagement qualifiziert sie besonders für diese Aufgabe.

Nationalpark im Wandel

Die Sicherung der Lebensraum- und Artenvielfalt in dieser einmaligen Naturlandschaft, die von der Donau geprägt ist, bezeichnet die künftige Direktorin des Nationalparks Donau-Auen als eine der großen künftigen Herausforderungen. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Umsetzung des neuen Managementplans, der für die nächsten zehn Jahre die weitere nachhaltige Entwicklung des Nationalparks bestimmt. Als weitere Schwerpunkte ihrer Tätigkeit nennt Edith Klauser beispielhaft die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Nationalpark und seinem Umland sowie eine verstärkte Präsenz in den sozialen Medien. Die Donau-Auen sind ein Schutzgebiet von internationaler Bedeutung. Daher möchte Klauser auch die grenzüberschreitenden Kooperationen vor allem mit der Slowakei forcieren.

9.600 Hektar pure Natur

Der Nationalpark Donau-Auen liegt zwischen den europäischen Hauptstädten Wien und Bratislava und bewahrt auf mehr als 9.600 Hektar Fläche die letzte große Flussauen-Landschaft Mitteleuropas. Die hier noch frei fließende Donau ist auf ca. 36 Kilometern Fließstrecke die Lebensader des Nationalparks. Ihr dynamisches Wechselspiel mit Pegelschwankungen von bis zu 7 Metern gestaltet die Flussauenlandschaft immer wieder neu. So schafft der Donaustrom Lebensräume für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. Mit der Gründung des Nationalparks Donau-Auen im Jahr 1996 wurde dieses Gebiet dauerhaft unter Schutz gestellt.

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