Auf den Spuren der Bienenfresser

Eine Exkursion in Lassee beschäftigt sich mit dieser in Niederösterreich gefährdeten Vogelart.

Bienenfresser

Der Bienenfresser ist einer der farbenprächtigsten heimischen Vogelarten.

Der Bienenfresser (Merops apiaster) zählt zu den schillerndsten Vertretern der heimischen Vogelwelt. Er gehört zu den Rackenvögeln und ist damit mit Eisvogel und Wiedehopf verwandt.

Der Bestand in Österreich steigt

Der etwa amselgroße Bienenfresser hat eine Spannweite von etwa 40 Zentimetern und ist mit seinem farbenfrohen Federkleid unverkennbar. Der Bienenfresser ist in Süd- und Osteuropa, Nordwestafrika und Vorderasien beheimatet. In Österreich ist er im östlichen Niederösterreich, im Burgenland und in der Süd-Weststeiermark zu finden. Seit dem Ende der 90er Jahre erhöht sich der Bestand der Bienenfresser in Österreich.

Koloniebrüter mit Vorliebe für Insekten

Bienenfresser brüten in Kolonien und graben sich bis zu zwei Meter tiefe Bruthöhlen an Steilhängen mit lehmigen Untergrund. Gerade diese Landschaftsformen sind den Gewässerregulierungen häufig zum Opfer gefallen, weshalb dieser Vogel zu den gefährdeten Arten gehört. Ihrem Namen entsprechend jagen Bienenfresser Großinsekten wie Bienen, Wespen, Hummeln, Schmetterlinge oder große Käfer im Flug. Danach kehren sie zu ihrer Sitzwarte zurück, schlagen das Insekt auf den Untergrund und entfernen den Giftstachel.

Besuch der Kolonie in Lassee

Die Bienenfresserkolonie in der Gemeinde Lassee wurde 2019 mit einem neuen Beobachtungsstand versehen. Vogel-Experte DI Frank Grinschgl wird bei der Exkurison am 23. Oktober vor Ort über die Lebensweise und mögliche Schutzmaßnahmen dieser besonderen Vogelart informieren. Weiters erhalten Sie detaillierte Projektinformationen und die Möglichkeit sich mit anderen GemeindevertreterInnen direkt auszutauschen.