Eschensterben & Co

Eschen werden seit Jahren durch einen eingeschleppten Pilz gefährdet. Jetzt setzt aufgrund der großen Trockenheit auch noch der Borkenkäfer dem Wald zu.

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Auslöser für das Sterben der Eschen ist das „Falsche Weiße Stängelbecherchen“. Der Pilz wurde vermutlich durch Holztransporte aus Nordostasien eingeschleppt. Die Pilzsporen verstopfen die Wasserbahnen des Baumes, der innerhalb von wenigen Jahren abstirbt.

Gegen den Pilzbefall gibt es noch kein wirksames Mittel.

Aus Sicherheitsgründen werden derzeit Eschen entlang von Wegen und Straßen gefällt. Besonders geachtet wird auf Eschen, die sich in der Nähe von öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder anderen Gebäuden befinden.

Die Trockenheit der vergangenen Monate hat zudem die Verbreitung des Borkenkäfers begünstigt. Besonders anfällig für den Befall sind Fichten-Monokulturen. Geschädigte Bäume müssen so schnell wie möglich entfernt werden, um eine Verbreitung der Käfer zu vermeiden.

Stift Altenburg ist ein Vorreiter für naturgerechten Waldbau.

Eine Veranstaltung des Naturschutzbundes NÖ widmet sich am 20. Oktober im Stift Altenburg diesen brisanten Themen. Das Stift ist am Weg zum ersten zertifizierten Naturlandbetrieb Österreichs. Biodiversität im Wald, Tannenverjüngung, Artenschutz und effizientes Wildtiermanagement sind nur einige der Beispiele, die Forstdirektor Herbert Schmid am Herzen liegen. Wie das in der Praxis funktioniert, wird er auf der Exkursion ins Revier Sachsendorf erläutern. Herbert Schmid wurde für sein Engagement im November 2017 mit dem Josef Schöffel-Naturschutzpreis des Landes NÖ ausgezeichnet. Es ist dies die höchste Auszeichnung für den Naturschutz in Niederösterreich.

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