Erste Direktorin für Nationalpark Donau-Auen

Mit Edith Klauser leitet zum ersten Mal eine Frau die Geschicke des Nationalparks.

fotouebergabe

Carl Manzano, Bundesministerin Elisabeth Köstinger LH-Stv. Stephan Pernkopf und Josef Taucher freuen sich über die Bestellung von Frau Edith Klauser

Seit 1996 werden im Nationalpark Donau-Auen die letzten Flusslandschaften an der Donau und ihre unermessliche Artenvielfalt bewahrt. Auf einer Fläche von mehr als 9.600 Hektar stellen die Donauauen unterhalb von Wien einen Hotspot der Artenvielfalt dar. Gewässer, Auwälder, Wiesen und sogar Trockenstandorte bieten für 800 Pflanzenarten und über 200 Tierarten einen einzigartigen Lebensraum. Allein 60 verschiedene Fische tummeln sich in der Donau und ihren Nebenarmen. Die freie Fließstrecke des Stromes bietet mit ihren Sandbänken, Schotterinseln und Flachufern ideale Bedingungen für das Ablaichen der Fische, aber auch für das Brüten seltener Vogelarten.

Carl Manzano tritt in den Ruhestand

Der Widerstand gegen ein Donaukraftwerk in diesem Bereich ließ die Idee des umfassenden Schutzes dieser größten europäischen Flusslandschaft wachsen. 1996 erklärte die Bundesregierung das Gebiet zum Nationalpark, ein Jahr später folgte die internationale Anerkennung durch die IUCN. Von Anbeginn dabei war der Biologe Carl Manzano, der auch der erste Direktor des Nationalparks wurde. Manzano wurde für seine Leistungen von Bundesministerin Elisabeth Köstinger mit dem Goldenen Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich geehrt. Mit Edith Klauser folgt ihm nun die erste Frau als Direktorin eines österreichischen Nationalparks nach. Sie hat an der Universität für Bodenkultur in Wien eine naturwissenschaftliche Ausbildung in den Bereichen Botanik, Zoologie und Hydrobiologie erhalten. In Kombination mit fundierten Kenntnissen in Betriebswirtschaft und Umweltmanagement qualifiziert sich Klauser besonders für die neue Aufgabe.

Niederösterreich hat den Löwenanteil am Nationalpark

Am Übergabefest im Saal von Schloss Orth nahmen rund 180 Gäste teil, darunter auch LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf. Für ihn zählen die Renaturierungsmaßnahmen, die Schaffung von Besuchereinrichtungen und die Erweiterung des Gebietes des Nationalparks zu den wichtigsten Erfolgen in der Vergangenheit. Stephan Pernkopf: „Der Nationalpark Donau-Auen ist Naturrefugium und Naherholungsraum für tausende Niederösterreicher und Wiener gleichzeitig und dadurch ein Herzstück unseres Grünen Rings um Wien. Eine vorrangige Maßnahme ist sicherlich die Umsetzung des neuen Managementplans. Damit wurden die strategischen Weichenstellungen für die nächsten zehn Jahre gesetzt. Weiters wird dem Nationalpark Donau-Auen bei der Niederösterreichischen Landesausstellung 2022 in Marchegg zum Thema Wunderwelt Natur eine wesentliche Rolle zukommen.“

Schutz, Bildung und Erholung sind die zentralen Aufgaben des Nationalparks

Im Nationalpark Donau-Auen ist es gelungen, wertvolle Ökosysteme für künftige Generationen zu erhalten und Forschungs-, Bildungs- und Erholungsangebote auf umwelt- und kulturverträgliche Art zu ermöglichen. Carl Manzano hat in den vergangenen 22 Jahren einen überaus wichtigen Beitrag für die Bewahrung dieses Naturschatzes und seiner Artenvielfalt geleistet. Wichtige Einrichtungen für die Gäste sind das Nationalpark-Zentrum in Orth/Donau sowie das Nationalparkhaus in der Wiener Lobau. Beliebt sind geführte Wanderungen und Bootstouren. Ferner kommt dem Nationalpark Donau-Auen als Naherholungsgebiet inmitten der Kulturlandschaft große Bedeutung zu.

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