Erhard Kraus erhält Naturschutzpreis

Der Naturschutzbund vergab die Auszeichnung an einen der bekanntesten Naturschützer des Landes.

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Naturschutzbund-Präsident Roman Türk und Vizepräsident Walter Hödl zeichneten den Biologen und Naturschützer Erhard Kraus aus.

Der Biologe Erhard Kraus ist für die Einrichtung zahlreicher Schutzgebiete verantwortlich und setzt sich seit Jahrzehnten für Arten wie Fischotter und Braunbär ein. So ist etwa das einzige österreichische Wildnisgebiet am Dürrenstein bei Lunz am See auf seine Initiative entstanden. Im Rahmen des niederösterreichischen Naturschutztages in Gmünd ehrten Naturschutzbund-Präsident Roman Türk, Vizepräsident Walter Hödl und Umweltschützer Werner Gamerith das Wirken von Erhard Kraus.

Artenschutz und Ökologisierung der Fließgewässer

Als Mitarbeiter der Naturschutzabteilung und der Abteilung Wasserbau im Amt der NÖ Landesregierung nahm sich Erhard Kraus der Ausweisung von Schutzgebieten an und war federführend beim Aufbau des Natura 2000-Netzwerks beteiligt. Er trieb aber auch die Ökologisierung der Fließgewässer im Naturland voran. Beim WWF widmete er sich dem Artenschutz, insbesondere dem Fischotter und Braunbär. Für die Rückkehr und Akzeptanz des Fischotters kämpfte Kraus vehement und schuf mit seiner Dissertation auch die fachliche Grundlage dafür. Seinen Einsatz für die Natur führt er im Vorstand der von ihm mit begründeten Forschungsgemeinschaft LANIUS.

Der Österreichische Naturschutzpreis

Der Österreichische Naturschutzpreis ist die höchste Auszeichnung des Naturschutzbundes und wird seit 1975 an Personen vergeben, die sich um den Natur- und Umweltschutz in Österreich verdient gemacht haben, bei der Darstellung umweltwissenschaftlicher Themen ein hohes sachliches Niveau aufweisen, gesellschaftspolitisch wirksame Themen behandeln und in der Öffentlichkeit außergewöhnlich engagiert und couragiert für Natur und Umwelt eintreten. Die Auszeichnung wurde etwa an Friedensreich Hundertwasser, Freda Meissner-Blau, Werner Gamerith und zuletzt 2017 an Kurt Kotrschal vergeben.