„ERDREICH“-Preis: Die GewinnerInnen 2022

Mit dem Preis prämiert das Klimaschutzministerium erstmals Initiativen und Projekte zum Bodenschutz.

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Der Erdreichpreis will zu mehr Bodenschutz motivieren. Die Auszeichnungen wurden von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler überreicht.

Der Preis zeichnet Best Practice-Beispiele aus und will zu mehr Bodenschutz motivieren. Die Auszeichnung, die künftig alle zwei Jahre verliehen wird, würdigt in fünf Kategorien Privatpersonen, Gemeinden und Städte sowie Institutionen und Unternehmen, die sich für nachhaltige Boden- und Flächennutzung einsetzen. Aus insgesamt 47 Einreichungen hat die Fach-Jury nun die überzeugendsten 15 ausgewählt.

15 Initiativen wurden ausgezeichnet

Gesunde Böden sind wichtig für Landwirtschaft, Klimaschutz und die biologische Vielfalt. Die vielen Einreichungen des ersten „ERDREICH“-Preises zeigen, wie vielfältig Bodenschutz sein kann. Pro Kategorie hat die Jury drei Projekte ausgezeichnet.

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Eine der fünf Kategorien beschäftigte sich mit dem Thema Bodengesundheit.

Bodengesundheit

Hier wird Andreas Bertsch von „Naturnahes Leben“ für das Schulungskonzept „Ordentlich! SChlampert.e Gemeinden - Mut zur klimafitten Grünraumpflege“ ausgezeichnet. Darüber hinaus wird das Engagement des Vereins „Die Wasserschutzbauern“ für Humusaufbau, Grundwasser- und Erosionsschutz gewürdigt sowie die LandwirtInnen der „HUMUS Bewegung“, die in unterschiedlichen Formaten Bodenwissen vermitteln.

Flächensparen

Die Initiative „ImmoUp Ried“ setzt Maßnahmen zur Revitalisierung leerstehender Objekte im Rieder Stadtkern um und ist eine der drei PreisträgerInnen der Kategorie „Flächensparen“. Für das Konzept eines bezirksweiten interkommunalen Finanzausgleichs bei Betriebsansiedelungen wird die „Inkoba Region Freistadt“ ausgezeichnet. Ferner werden die Bestrebungen zum innerörtlichen Erhalt der Volksschule Raxendorf gewürdigt.

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Prämiert wurden auch Maßnahmen zur Revitalisierung leerstehender Objekte.

Flächenrecycling

Die Gemeinde Bruckneudorf zählt mit ihren umfangreichen Neunutzungen für brachliegende Gebäude zu den GewinnerInnen der Kategorie „Flächenrecycling“. Darüber hinaus wird die Gemeinnützige Wohn- und Siedlergemeinschaft in Ipfbachdorf für die Revitalisierung eines Standorts ausgezeichnet. Dritter Preisträger ist das Architekturbüro „Smartvoll“ für den Umbau einer Lagerhalle mit besonderem Fokus auf ein Lichtkonzept.

Partizipation

Hier wird der Verein „Bodenfreiheit“ für den Erhalt von strategisch wichtigen Freiflächen und den Schutz von Landwirtschaftsflächen ausgezeichnet. Auch der Verein „Schwemmland“ wird für dessen umfangreiche Aktivitäten zur Wissensvermittlung mit einem „ERDREICH“-Preis gewürdigt. Darüber hinaus werden die vielseitigen Bodenschutz-Aktivitäten des „Erz der Alpen UNESCO Global Geoparks“ geehrt.

Kommunale Vorreiter

Als einer der drei „Kommunalen Vorreiter“ wird die Stadtgemeinde Trofaiach geehrt, unter anderem für intensive BürgerInnenbeteiligung und den „Masterplan Innenstadt“. Zweiter Preisträger der Kategorie ist die Stadt Hohenems, die auf umfangreiche Partizipation sowie kommunale Förderprogramme bei der Innenentwicklung setzt. Darüber hinaus wird das Magistrat der Stadt Eisenstadt ausgezeichnet, die mit ihrem Stadtentwicklungsplan unter anderem Entsiegelung fördert.

Preisverleihung beim 1. Brachflächen-Gipfel

Die GewinnerInnen wurden am 13. September von Ministerin Leonore Gewessler im Rahmen des ersten Brachflächen-Gipfels geehrt. Die Veranstaltung ist ein Teil des Brachflächen-Dialogs des Ministeriums und möchte verschiedenste AkteurInnen an einen Tisch bringen und so Austausch und Innovation fördern.