Energie-Raumplanung für NÖ Gemeinden

Klimaschutzministerium und Land Niederösterreich starten das neue Projekt „Energieraumplanung für die Niederösterreichischen Gemeinden".

Prof. Gernot Stöglehner (BOKU Wien), Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf stellten das neue Projekt zu Energieraumplanung vor.

Prof. Gernot Stöglehner (BOKU Wien), Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf stellten das neue Projekt zu Energieraumplanung vor.

(09.02.2021/ MF) Die Bewältigung der Klimakrise braucht auch eine zukunftsfitte Raumordnung. Kurze Wege und ein gutes Angebot an öffentlichem Verkehr schonen das Klima und erhöhen die Lebensqualität. Zukunftsorientierte Raumordnung bewahrt wertvollen Boden vor Asphaltlawinen und schützt Natur und Artenvielfalt.

Alle 573 werden unter die Lupe genommen

Klimaschutzministerium und Land Niederösterreich haben die Universität für Bodenkultur mit dem Projekt beauftragt. Das Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung wird in den nächsten Monaten in einer umfassenden Studie alle 573 NÖ-Gemeinden unter die Lupe nehmen und Angaben zu Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen ausarbeiten. Dabei steht die Klima-Eignung von neuen Siedlungsgebieten genauso im Fokus wie nachhaltige Mobilität und Energieversorgung.

Raumordnung als Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung

Länder und Gemeinden können mit ihrer Zuständigkeit für Raumordnung einen wichtigen Beitrag zu Bodenschutz, Energiewende und Klimaschutz leisten. Die Flächenwidmung ist die Grundlage für die Entwicklung in den Gemeinden, für die Nutzung der Böden und für die Erzeugung von Erneuerbarer Energie. Mit den Daten, die im Projekt gesammelt und analysiert werden, liefern die Gemeinden eine wissenschaftlich fundierte Basis für nachhaltige Entscheidungen.

Antworten auf drängende Fragen

Als Grundlage dient auch die umfangreiche Novelle des NÖ Raumordnungsgesetzes im vergangenen Herbst. Ab sofort ist ein Energie- und Klimakonzept verpflichtender Bestandteil aller örtlichen Raumordnungsprogramme. Das neue Projekt soll die Kommunen dabei unterstützen und Antworten auf einfache Fragen mit großer Wirkung geben. Wo sind die großen Energiepotentiale und Energieverbraucher in einer Gemeinde? Wo wäre ein neues Heizwerk ideal, wo eine PV-Anlage? Und wie soll eine neue Siedlung geplant werden, damit Verkehr erst gar nicht entsteht?

Grundlage für Entscheidungen in Gemeinden

Bis Ende des Jahres werden damit flächendeckend in ganz Niederösterreich entsprechende Standorte identifiziert, analysiert und bewertet und die Daten den Gemeinden als Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wird ein Planungsleitfaden erstellt und Schulungen angeboten. Die Kosten von 200.000 Euro teilen sich das Klimaschutzministerium und das Land Niederösterreich.