Die Kraft der Natur

Corona bestimmt unser Leben. Doch manches ist auch positiv. Weniger Verkehr und Hektik bedeutet weniger Lärm. Damit lässt sich das Erwachen des Frühlings bewusst erleben.

Mann in Wiese

Durch das Daheim bleiben entsteht weniger Lärm und wir können die Natur besser hören.

Die leisen Töne der Natur, die gerade jetzt zu Frühlingsbeginn zu erleben sind, gehen oft in der Hektik und dem lauten Alltag unter. Doch mit dem Daheim bleiben entsteht weniger Lärm und wir können die Natur besser und bewusster hören.

Verschnaufen in der Natur

In Zeiten von sozialer Distanz und Heimarbeit ist es besonders wichtig, regelmäßig die Wohnung zu verlassen. Der Aufenthalt in der Natur tut Körper und Seele gut. Es ist nicht untersagt, allein oder im Familienverband bei Einhalten eines Sicherheitsabstandes hinauszugehen. Für eine Verschnaufpause im eigenen Garten und in der näheren Umgebung braucht man auch kein Auto oder öffentliches Verkehrsmittel. Abzuraten ist von größeren Aktivitäten im Freien. Auch Alpenverein und Naturfreunde rufen generell zum Verzicht auf Skitouren und längere Bergwanderungen auf, um medizinische Kapazitäten frei zu halten, die bei alpinen Notfällen gebunden wären.

Freiheiten im Zeitalter der Beschränkung

Die meisten von uns empfinden die Reduktion des Lebens auf die eigenen vier Wände als Einschränkung. Stress durch "Lagerkoller", Sorge um die Zukunft und zusätzlich noch Bewegungsmangel drücken auf die Psyche. Jetzt ist es besonders wichtig, hinauszugehen, sich an der frischen Luft zu bewegen und das Grün zu genießen. Auch Mediziner bezeichnen einen regelmäßigen kurzen Aufenthalt an der frischen Luft für sinnvoll. Wichtig ist es jedoch, die Empfehlungen zur Verringerung der Ansteckungsgefahr zu beachten. Meiden Sie also Menschenansammlungen und halten Sie von anderen einen Abstand von mindestens einem Meter.

Geräusche der Stille

Der Aufenthalt in einer natürlichen Umgebung baut Stress ab, lindert Ängste und stärkt somit auch das Abwehrsystem des Körpers. Studien zeigen, dass Menschen, die in einem grünen Umfeld leben, gesünder sind und seltener zum Arzt gehen. Dabei spielen auch Geräusche eine wichtige Rolle. Sie scheinen das Gehirn zu aktivieren, lassen uns aufmerksamer werden und bauen gleichzeitig Stress ab. Im Frühling beginnt es in der Natur und in unseren Gärten wieder zu zwitschern. Viele Vögel werden aktiv oder kehren aus den Winterquartieren zurück. BirdLife Österreich bietet auf seiner Website eine Möglichkeit, die Stimmen von Vögeln erkennen zu lernen. Von der Amsel bis zum Weißstorch helfen kurze Video-Clips bei der Bestimmung.

Frau im Garten

Es gibt zahlreiche Angebote im Internet, die helfen, den eigenen Garten zu erforschen.

Erforschen Sie Ihren Garten

Hobby-ForscherInnen stehen mehrere Angebote zur Verfügung, ihre Beobachtungen online einzutragen und damit auch noch wissenschaftliche Arbeit zu leisten. Im Naturkalender ZAMG App der Zentralanstalt für Meteorologie helfen sie aktiv bei der Erforschung des Klimas und der Jahreszeiten mit. Pflanzen sind besonders zuverlässige "Messinstrumente" für den Klimawandel. Auf der Online-Plattform naturbeobachtung.at des Naturschutzbundes können alle interessierten NaturliebhaberInnen Sichtungen von bekannten, aber auch von seltenen und bedrohten Tieren und Pflanzen über eine einfache Eingabe-Maske eintragen. Speziell auf Amphibien zugeschnitten ist das Angebot zu Citizen Science bei Herpetofauna Österreich. Auch die Initiative "Natur im Garten" bietet allen HobbygärtnerInnen und solchen, die es noch werden wollen, ein breites Online-Angebot in Form von Webinaren, Blog und social media an.

Tipps zur Erholung im Grünen in Zeiten von Corona

Genießen Sie die Ruhe in der Natur allein oder mit den Menschen, mit denen Sie zusammenleben.

  • Nutzen Sie für den Aufenthalt im Grünen nur die unmittelbare oder nähere Umgebung oder auch Garten, Terrasse und Balkon.
  • Vermeiden Sie lange Wanderungen sowie Berg- und Fahrradtouren und weite Fahrten mit dem Mountainbike.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen und halten Sie einen Abstand von mindestens einem Meter, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.
  • Eine Anreise mit dem eigenen Fahrzeug oder öffentlichen Verkehrsmittel zum Spazierengehen, Radfahren oder Wandern ist zwar nicht ausdrücklich verboten, sie sollte aber aus Sicherheitsgründen vermieden werden.