Die Hasen sind los

Im März werden die ersten Feldhasen geboren. Das richtige Verhalten bei einer Begegnung mit einem Jungtier ist lebenswichtig.

Feldhase in Sasse

Feldhasen drücken sich bei Gefahr in eine Bodenmulde und flüchten erst im letzten Moment.

(03.03.2021/ MF) Mit den ersten Frühlingsboten und wärmenden Sonnenstrahlen beginnt die Setzzeit der Feldhasen. Bis zu dreimal im Jahr bringt eine Häsin bis zu fünf Junge zur Welt.

Nestflüchter, die nicht flüchten

Hasen sind Nestflüchter, haben ein dichtes Fell und können sehen. Sie werden vier Wochen lang von der Mutter gesäugt und sind mit sieben Monaten erwachsen. Tagsüber ruhen die jungen Hasen in der sogenannten Sasse, einer Bodenmulde und werden dabei für Feinde praktisch unsichtbar. Bei Gefahr drücken sie sich regungslos an den Boden und flüchten nicht. Die Überlebensstrategie der Feldhasen liegt in der Tarnung. Flüchtende Jungtiere würden vom Muttertier nicht mehr gefunden werden.

Verlassen ist nicht hilflos

Die Jungtiere warten oft stundenlang auf die Mutter, die das Nest nur gelegentlich besucht, um die Jungen zu füttern. Dieses Verhalten regt bei Menschen den Beschützerinstinkt. Oft werden die scheinbar verlassenen Junghasen mitgenommen, in der Annahme, dass die Mutter sie verlassen hat. Wenn das Tier nicht verletzt oder in unmittelbarer Gefahr ist, darf es auf keinen Fall berührt oder gar mitgenommen werden.

Gefahr durch Hunde und Katzen

Ein Problem für Junghasen sind auch frei laufende Hunde und streunende Katzen. Sie sind für die schutzlosen Winzlinge lebensgefährlich. Verletzte Junghasenjunge sollten vorsichtig aufgelesen und in einem belüfteten Karton zur nächsten Wildtierstation oder zum Tierschutzverband gebracht werden. Die Aufzucht und Auswilderung von jungen Wildtieren muss unbedingt den Experten überlassen werden. Zudem ist es auch gesetzlich nicht erlaubt, Wildtiere ohne Genehmigung bei sich aufzunehmen.