„Die Brennnessel“ vergeben

24 herausragende Naturschutz-Projekte aus ganz Österreich wurden Ende Februar ausgezeichnet. Das Naturland NÖ räumte dabei groß ab.

Gewinner

24 Naturschutz-Projekte aus ganz Österreich wurden bei der "Brennnessel"-Gala ausgezeichnet. 9 Projekte kamen aus Niederösterreich.

Das Motto des Preises „Naturschutz ist ka gmahde Wiesn“ unterstreicht, dass Naturschutz nicht von selbst passiert. Der Erhalt unserer Artenvielfalt ist eine große Herausforderung. Das Artensterben gehört zu den größten Bedrohungen weltweit, aber auch in Niederösterreich haben wir einiges zu tun, um die Vielfalt zu bewahren.

Die nationale Biodiversitätsstrategie soll unter anderem mit einem verbesserten Artenschutzmonitoring sicherstellen, dass wir unseren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in Österreich leisten.

Artenschutz darf kein leeres Versprechen sein

„Die Brennnessel“ ist Österreichs größter Naturschutzpreis und wird durch die Stiftung Blühendes Österreich von REWE International in Kooperation mit ADEG und dem Österreichischen Gemeindebund ausgeschrieben. Die festliche Gala zeigte, dass in Sachen Naturschutz gemeinsam mehr vorangetrieben werden kann.

Die GewinnerInnen beweisen, dass Biodiversität, Natur- und Umweltbildung sowie nachhaltige Landwirtschaft keine leeren Versprechen sind, sondern gelebte Realität vor unserer Haustür sein können.

Niederösterreich holt 9 der 24 Auszeichnungen

Vom Burgenland bis Vorarlberg haben Gemeinden, NGOs, LandwirtInnen, Vereine, Privatpersonen, Kindergärten und Schulen 95 Projekte eingereicht. Allein 35 Einreichungen kamen aus Niederösterreich. Mit einem Preisgeld von 230.000 Euro wurden insgesamt 24 Projekte in den zwei Kategorien ausgezeichnet und damit 63 Hektar Fläche zum Blühen gebracht. Unter den prämierten Projekten waren 9 aus Niederösterreich.

Hohe Wand

Im Naturpark Hohe Wand werden hochwertige Naturwiesen durch Schafe beweidet und damit erhalten.

NÖ Naturparke arbeiten für die Biodiversität

An vier Sieger-Projekten war einer der 20 Naturparke des Landes beteiligt. Die Wacholder-Heiden im Naturpark Leiser Berge sind artenreiche Halbtrockenrasen mit dem österreichweit bedeutsamsten Bestand an Wacholder. Nun werden fünf Hektar entbuscht und mit Schafen beweidet. Die Lamm- und Wacholder-Spezialitäten werden künftig regional vermarktet.

Auch im Naturpark Hohe Wand werden naturschutzfachlich hochwertige Wiesen auf einer Fläche von drei Hektar durch extensive Schafbeweidung bewirtschaftet und damit erhalten. Durch die Integration der Gastronomiebetriebe ist neben dem ökologischen Erfolg auch ein ökonomisch tragfähiger Ansatz gewählt worden.

Zusammenarbeit mit Schulen, Freiwilligen, Gemeinde und Grundbesitzern

In einem Projekt im Naturpark Falkenstein in der Gemeinde Schwarzau im Gebirge wird die Gelbbauchunke durch Neuanlage und Revitalisierung von Laichgewässern gefördert. Neben Schulen, Freiwilligen, der Gemeinde und Grundbesitzern sind mit dem Verein Silbersberg auch elternlose Menschen mit Behinderungen in die Umsetzung eingebunden.

In einem Kooperationsprojekt der vier Naturparkschulen im Naturpark Ötscher-Tormäuer werden unter professioneller Begleitung einer Landschaftsplanerin alle vier Gärten ökologisch neu gestaltet. Damit soll ein umfassendes Lernen und Lehren in und mit der Natur  ermöglicht und der naturschutzfachliche Wert der Grünflächen gesteigert werden.

Ötscher Tormäuer

In vier Naturparkschulen im Naturpark Ötscher-Tormäuer werden unter professioneller Begleitung die Gärten ökologisch neu gestaltet.

Schulen sind an „Der Brennnessel“ stark beteiligt

Weitere prämierte Projekte aus Niederösterreich widmen sich der nachhaltigen Landwirtschaft im Einklang mit der Natur in Göttlesbrunn, der Pflege und dem Schutz der „Schweizerwiese“ in Bad Vöslau und einem groß angelegten Wildbienen- und Wespenprojekt auf öffentlichen Flächen in der Stadtgemeinde Wolkersdorf.

Zwei Schulprojekte  dienen der Schaffung eines insektenfreundlichen Schulgeländes beim Schulverein Sta. Christiana in Frohsdorf und dem „Grünen Klassenzimmer“ im Gymnasium Seitenstetten, bei dem ungenutzte Streuobstwiesenflächen des Klosters für die Förderung der Biodiversität erhalten werden sollen.

Ausführliche Zitate und Beschreibungen der Gewinnerprojekte finden Sie hier.