Der grüne Ring wächst

Die NÖ Landesregierung gibt grünes Licht für neue Pflegezonen im Biosphärenpark Wienerwald.

Der Peilstein im Biosphärenparks Wienerwald

Der Peilstein liegt im Herzen des Biosphärenparks Wienerwald.

Im niederösterreichischen Teil des Biosphärenparks gibt es derzeit 27 Kernzonen und 460 Pflegezonen, die insgesamt über 30.000 Hektar ausmachen. Kernzonen dienen dem langfristigen Schutz von Flora und Fauna. Die Natur hat absoluten Vorrang, womit auch Baulandwidmungen verboten sind.

Der Wienerwald ist eine intakte Kulturlandschaft

Die Pflegezonen dienen als Puffer zwischen den strengstens geschützten Kernzonen und den intensiver genutzten Bereichen. Hier sind Landwirtschaft und andere schonende Grünland-Nutzungen möglich. Bauland darf  nur in absoluten Ausnahmen neu gewidmet werden, etwa zur Schließung von Baulücken und innerhalb der strengen Siedlungsgrenzen.

280 neue Pflegezonen werden geschaffen

Mit der bevorstehenden Novelle der Kern- und Pflegezonen-Verordnung kommen 280 neue Pflegezonen dazu. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf weist auf die Bedeutung dieser Maßnahme hin. „Damit wächst die Größe dieser Flächen auf 29.000 Hektar. 31 Prozent der Flächen der 51 betroffenen Gemeinden sind somit streng geschützt. Die Novellierung der Verordnung wird den im Oktober 2018 initiierten „Grünen Ring“ rund um Wien ein wichtiges Stück wachsen lassen.“

Der Schutz des Wienerwaldes hat eine lange Tradition

1872 setzte sich der Heimat- und Naturschützer Josef Schöffel für seinen Schutz ein, 1987 wurde die Wienerwald-Deklaration unterzeichnet, 2002 wurde schließlich der Biosphärenpark gegründet. Dadurch ist es bereits in der Vergangenheit gelungen, den Wienerwald zu schützen und eine weitgehende Verbauung zu verhindern.

Der Biosphärenpark bringt allen etwas

Die seit 2008 bestehende Verordnung war Voraussetzung der Anerkennung des Biosphärenparks durch die UNESCO und ist heute die Grundlage für den erfolgreichen Spagat zwischen der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinden, dem Schutz von Grün- und Ackerland sowie der Minimierung des Bodenverbrauchs.

Typisch ist die große landschaftliche Vielfalt

Neben seiner großen Bedeutung für den Weinbau, die Regionalentwicklung und der Naherholung ist der Wienerwald auch naturschutzfachlich ein Juwel. Neben Waldflächen und Wasserläufen sind durch die landschaftliche Nutzung auch zahlreiche Wiesen, Weiden, Weingärten und Äcker vorhanden. Im Biosphärenpark gibt es zahlreiche  verschiedene Wiesentypen, die vielen Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten. So findet man auf den Trockenrasen Kuhschelle, Frühlingsadonis und das Ziesel. Auf den feuchten Pfeifengraswiesen wachsen Sibirische Schwertlilie und Lungenenzian. Das Gebiet ist Lebensraum für mehr als 2.000 Pflanzenarten und 150 Brutvogelspezies.

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