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Darf ich im Naturland meinen Bienenstock aufstellen?

Honigbienen zu halten, ist eine große Verantwortung. Im Knigge erfahren Sie mehr über das Thema und es wartet ein toller Preis. Machen Sie gleich mit!

Bienenstock mit fliegenden Bienen

Honigbienen werden seit über 15.000 Jahren vom Menschen genutzt.

(19.03.2021/ MF) Mit 1,2 kg Honig pro Kopf und Jahr gehören die ÖsterreicherInnen zu den fleißigsten Honigschleckern in Europa. Neben dem Genuss ist auch die Imkerei beliebt geworden. Honig und Bienenwachs sind hochwertige und gefragte Naturprodukte. In Niederösterreich gibt es rund 5.500 ImkerInnen, die etwa 63.000 Bienenvölker betreuen.

Honigbiene ist eines der ältesten Nutztiere des Menschen

Die Honigbiene wird seit mehr als 15.000 Jahren vom Menschen als Nutztier verwendet. Massentierhaltung ist bei der Imkerei kein Thema. Die gedrängten Wohnverhältnisse im künstlichen Bienenstock sind die Tiere auch aus ihrer Zeit als Wildtiere gewohnt. Die Sammelbienen sorgen für ständigen Nachschub an Nektar, der von den Stockbienen durch Zusetzen von Enzymen und Entzug von Wasser zu Honig verarbeitet wird. Für 1 kg Honig sind 150.000 Flugkilometer zu 2 Mio. Blüten notwendig. Pro Jahr werden in Österreich etwa 5.500 t Honig produziert.

Der Standort macht den Honig

Entscheidend für die Qualität und den Geschmack des Honigs ist der Standort der Bienenstöcke. Im eigenen Garten ist das Aufstellen kein Problem. Auf Fremdgrund oder auf öffentlichen Flächen bedarf es in jedem Fall der Zustimmung des Grundeigentümers, da sonst eine Besitzstörungsklage droht. Die Anzahl der Bienenvölker richtet sich nach der Größe der zur Verfügung stehenden Grundfläche. Empfehlenswert ist außerdem, dass die Einflugschneisen der Bienen nicht über den Nachbarsgrund führen. Hecken helfen mit, dass die Bienen schnell an Höhe gewinnen.

Biene auf einer Blüte

Über 80 Prozent der Nutzpflanzen werden von Bienen bestäubt.

Auf Abstände zum Nachbarn achten

Das NÖ Bienenzuchtgesetz schreibt beim Aufstellen von Bienenstöcken gewisse Mindestabstände vor. Das müssen von der Flugöffnung bis zur gegenüberliegenden Grundgrenze 10 Meter sein, auf den anderen Seiten des Stockes genügen 5 Meter. Zu öffentlichen Verkehrsflächen müssen auf allen Seiten mindestens 15 Meter Abstand gehalten werden. Gibt es innerhalb dieser Abstände Hindernisse wie Mauern oder Hecken, dann verringern sich die Mindestabstände.

Rent a Bee

Wer sich nicht gleich die gesamte Ausrüstung für die Imkerei anschaffen will, kann auch Bienenstöcke mieten und sich in der Honigproduktion versuchen. Voraussetzung für dieses verantwortungsvolle Hobby ist eine Schulung, die vom Verband Biene Österreich angeboten wird. Hier lernt man die wichtigsten Grundlagen für die Imkerei. Mit Patenschaften für Bienenstöcke können auch Menschen ohne eigenen Garten Bienenvölker mit einem monatlichen Beitrag unterstützen. PatInnen erhalten dann den Honig, der in der Dauer ihrer Patenschaft erzeugt wurde.