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Darf ich ein forstliches Sperrgebiet betreten?

Nein! Wege und Flächen, die durch Tafeln entsprechend gekennzeichnet sind, dürfen nicht betreten werden.

Forstarbeiten

Bei Forstarbeiten ist Vorsicht geboten. Sperrgebiete sind unbedingt zu beachten.

Der Wald übt auf den Menschen eine magische Anziehungskraft aus. Erholungssuchende finden im Wald eine Stätte der Ruhe und Entspannung. Im Forstgesetz ist das grundsätzlich erlaubt. Doch wie so oft bestätigen Ausnahmen die Regel.

Harter Winter setzte Wald zu

Der schneereiche Winter in vielen Regionen Niederösterreichs und der Sturm im Frühjahr haben dem Wald heftig zugesetzt. Gerade in Höhenlagen zwischen 500 und 1000 Metern sind vor allem die Nadelholzbestände massiv in Mitleidenschaft gezogen worden. Die umgestürzten Bäume müssen  aus dem Wald entfernt und aufgearbeitet werden. Der Aufenthalt in solchen Waldbereichen kann  gefährlich sein. Wanderer, SpaziergängerInnen und andere Erholungssuchende sollten daher Sperrgebiete unbedingt beachten und Wege und Flächen, die durch solche Tafeln gekennzeichnet sind, nicht betreten.

Sperren bei Waldarbeiten notwendig

Holzschlägerungsarbeiten sind für die Forstarbeiter gefährlich. Werden sie von erholungssuchenden Menschen behindert, kann es noch gefährlicher werden. WaldbesitzerInnen, die mit Schlägerungsarbeiten beschäftigt sind, können daher während der Arbeiten ein befristetes forstliches Sperrgebiet ausweisen. Dazu ist die Kennzeichnung mittels Hinweistafeln erforderlich und außerdem der Zeitraum anzugeben. Die Sperre kann im Bedarfsfall bis zu vier Monate dauern. Die Tafeln sind dort anzubringen, wo öffentliche Wege und Straßen, markierte Wege, Güterwege und Forststraßen sowie markierte Skirouten, Skipisten oder Loipen in die gesperrte Fläche führen oder an diese unmittelbar angrenzen.

Das sagt das Recht

In Österreich gilt ein allgemeines Betretungsrecht für den Wald. Eine darüber hinausgehende Nutzung wie etwa Zelten, Befahren oder Reiten ist nur mit der Zustimmung des Eigentümers oder der Eigentümerin erlaubt. Auch Flächen, die der Wiederaufforstung oder der Neubewaldung dienen, dürfen nicht betreten werden. Bereiche, die für die forstliche Bewirtschaftung genutzt werden, können als befristetes forstliches Sperrgebiet ausgewiesen werden. Die BewirtschafterInnen können nur im Falle von grober Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz zu Schadenersatz herangezogen werden.

Österreich praktiziert restriktive Haftung bei Unfällen

Wer sich im Wald aufhält, ist grundsätzlich für sich selbst verantwortlich. Für Unfälle durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste auch außerhalb von forstlichen Sperrgebieten, können WaldbesitzerInnen nur im Bereich von Forststraßen, öffentlichen (Wander-)Wegen und Gebäuden haftbar gemacht werden. Bei höherer Gewalt, etwa im Falle eines Sturmes oder starker Schneelast, trifft sie dann eine Verantwortung, wenn die im Forstgesetz geforderte ordnungsgemäße Sorgfalt vernachlässigt wurde. Bei Sturmwarnung sollte man ohnehin keine Wanderungen oder Spaziergänge im Wald oder unter Bäumen unternehmen.

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